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Rotherma wieder geöffnet

Gaggenau (red) – Seit Montag ist Badebetrieb in Rotenfels angesagt, allerdings auch dort mit Einschränkungen.

Bleiben vorerst außer Betrieb: Die Wasserfälle am Beckenrand. Foto: Senger/Archiv

© tom

Bleiben vorerst außer Betrieb: Die Wasserfälle am Beckenrand. Foto: Senger/Archiv

Wie aktuell in vielen Bereichen ist auch für das Rotenfelser Thermalmineralbad Rotherma nichts mehr wie vor Corona. Trotzdem hat es seit Montag wieder geöffnet. „Wir freuen uns, dass wir wieder für unsere Besucher da sein können“, erklärt Geschäftsführer Wolfram Zahnen und erzählt, dass auch viele Stammgäste der Eröffnung entgegengefiebert haben.

Am ersten Tag sei die Besucherresonanz noch etwas verhalten gewesen – doch bereits am Dienstag zeigte sich das wachsende Interesse. „Bis zum Wochenende wird das Rotherma sicher wieder gut besucht sein“, hofft Zahnen auf verständnisvolle Badegäste. Denn coronabedingt müssen die Besucher mit einigen Einschränkungen rechnen. Gerade, dass im Saunabereich die Aufgüsse nicht erlaubt sind, schränke den Erlebnischarakter ein. Der Geschäftsführer bleibt dennoch optimistisch und setzt auf die angekündigten Lockerungen zum 30. Juni: „Vielleicht ist uns dann wieder mehr erlaubt.“

Begrenzte Aufenthaltsdauer

Nach den derzeitigen Vorgaben können 100 Personen das Thermalbad nutzen und weitere 100 Besucher sich in den verschiedenen Saunen aufhalten. Momentan führe dies laut Zahnen noch zu keinen Wartezeiten. Um möglichst vielen den Besuch ermöglichen zu können, wird vorerst auch die sonst zwischen Mai und September übliche unbegrenzte Aufenthaltsdauer nicht ermöglicht – es bleibt beim vierstündigen Aufenthalt.

„Wir sind sehr gut vorbereitet“, verweist Zahnen auf das umfangreiche Hygienekonzept, das er in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt erarbeitet hat. Wie in vielen Bereichen muss auch im Rotherma beim Betreten und im Eingangsfoyer sowie beim Verlassen eine Alltagsmaske getragen werden. Sobald der Besucher an seinem zugewiesenen Spind ist, kann er diese abnehmen. Bereits im Außenbereich vor dem Thermalbad werden die Besucher zur Händedesinfektion und Aufnahme der Kontaktdaten von einem Mitarbeiter empfangen. Die Kassen sind großzügig besetzt, um die Wartezeiten auf ein Minimum zu beschränken. Froh sei Zahnen darüber, dass das Rotherma über Einzelduschen verfügt – so gebe es mit den Abstands- und Hygieneregeln kein Problem. Zudem brauche niemand vor Legionellen Angst zu haben. Die modernen Anlagen „zahlen sich aktuell richtig aus“, verweist Zahnen beispielhaft darauf, dass nach dem längeren Stillstand eine automatisierte Legionellenprophylaxe möglich war.

Mehr Personal für mehr Sicherheit

Um auf die Einhaltung der Abstandsregelung zu achten, ist im Badebereich mehr Personal unterwegs. So soll auch die Personenanzahl in den Becken kontrolliert werden – gleiches gilt im Saunabereich. Gäste werden dazu angehalten, ein großes Handtuch unterzulegen. Im Saunapark seien das Dampfbad und alle Wasserspiele laut Zahnen nicht in Betrieb. „Wie bei den Aufgüssen auch, ist hier die Gefahr der Aerosolbildung zu hoch“, erklärt er. Im Badebereich seien nach wie vor alle Wellness- und Bewegungsbecken für die Badegäste geöffnet. Allerdings bleiben auch hier die Wasserspiele wie Düsen und der Wasserfall außer Betrieb – ebenso geschlossen sind das Aromabad und das Vitalbad. Aus Sicherheitsgründen sei derzeit auch keine Gruppengymnastik möglich. Die Mitglieder der Rheumaliga könnten sich jedoch immerhin mit einer Zuzahlung von sechs Euro für zwei Stunden im Thermalwasser aufhalten.

Nahezu drei Monate war die Einrichtung geschlossen – und fast alle Mitarbeiter in Kurzarbeit. Etwas Positives kann der Geschäftsführer des Thermalbads dennoch dem Stillstand abgewinnen. „Wir hatten so Zeit für verschiedene Sanierungs- und Reparaturarbeiten, die bei laufendem Betrieb nicht möglich gewesen wären und längere Schließzeiten benötigt hätten.“ Sein Glück sei, dass viele Handwerksbetriebe aufgrund von wegfallenden Aufträgen Kapazität hatten, um teilweise sehr spontan im und um das Rotherma zu arbeiten. So wurde die Ablaufrinne der Tiefgarage saniert und im Ruheraum der bisherige Teppichboden entfernt, um durch einen Plattenbelag ersetzt zu werden. An den Beckenumgängen befinden sich neue Fliesen. Laut Zahnen wird sichtbar sein, dass „wir die Zeit gut genutzt haben“. Auch im Außenbereich und im Neubau sei Hand angelegt worden, sodass die Besucher ein bestens vorbereitetes Bad erwarte.

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Erstellt:
18. Juni 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 55sec

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