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Schritt zur Umsetzung der Energiewende

Forbach/Karlsruhe – Das Pumpspeicherkraftwerk Forbach ist Thema der Sitzung beim Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Am Mittwoch, 5. Februar, beschäftigt sich der Planungsausschuss mit dem Ausbau.

Die Kraftwerkskaverne mit rund 123 Metern Länge soll in den Berg beim Fettweiswerk gebaut werden. Grafik: EnBW/Archiv

© red

Die Kraftwerkskaverne mit rund 123 Metern Länge soll in den Berg beim Fettweiswerk gebaut werden. Grafik: EnBW/Archiv

Von Markus Mack

Das Pumpspeicherkraftwerk Forbach ist auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein. Am Mittwoch, 5. Februar, beschäftigt sich der Planungsausschuss im Haus der Region in Karlsruhe mit dem Ausbau des Rudolf-Fettweis-Werks.

„Die mit dem Projekt verbundene Vergrößerung der Energiespeicherkapazität in der Region ist ein Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und wird grundsätzlich begrüßt. In den Antragsunterlagen sind die ausgelösten Konflikte auf die einzelnen Schutzgüter eingehend ermittelt und, sofern erforderlich, Lösungen in die Planung integriert“, heißt es in der Stellungnahme. Viele der in der Bauzeit ausgelösten Konflikte würden sich durch die vorgesehenen Maßnahmen nicht zu langfristigen Beeinträchtigungen der Schutzgüter verfestigen.

Die Offenlage der Unterlagen zum Bau einer neuen Unterstufe mit Kavernenkraftwerk ist bereits erfolgt (das BT berichtete). Zum Planfeststellungsverfahren nimmt der Regionalverband Stellung. Dabei bekennt er sich zum Ziel des Ausbaus der regenerativen Energien in der Region. Mit dem Ansteigen des Anteils ergebe sich die Notwendigkeit der Zwischenspeicherung. Das beantragte Pumpspeicherkraftwerk sei dazu geeignet, größere Mengen Energie bei Bedarf ins Netz einzuspeisen.

Wesentliche Bestandteile des Vorhabens wie der Kavernenwasserspeicher, das Kavernenkraftwerk, die Auffüllungen im Heiligenwald und beim Seebachhof sowie die Zufahrten lägen im schutzbedürftigen Bereich für die Erholung. Die Erholungsgebiete seien im Bestand zu sichern und zu verbessern. Durch die unterirdische Lage der Kaverne komme es zu keinen bedeutsamen Beeinträchtigungen der Erholungsnutzung.

Der Regionalverband nimmt auch Stellung zu Umweltauswirkungen. So sei durch Baulärm und Baustellenverkehr von erheblichen Auswirkungen auf das Schutzgut Mensch auszugehen. Durch die Auffüllungen am Seebachhof komme es zu Beeinträchtigungen von potenziellen Lebensräumen des Auerhuhns, Brutgebiete seien nicht betroffen. Die größten Auswirkungen seien auf das Schutzgut Wasser durch die Gebirgsdränage und die im Grundwasser errichteten unterirdischen Bauwerke zu erwarten. Beim Neubau der Unterstufe fallen maximal 490000 Kubikmeter Felsausbruch an, die per Lkw zu den Auffüllungen Heiligenwald und Seebachhof transportiert werden. Rund 43000 Kubikmeter sollen als Betonzuschlagstoff verwendet werden.

Die EnBW will den Planfeststellungsbeschluss erreichen und das Projekt bis zur Baureife weiterentwickeln. Für die reine Unterstufe rechnet das Energieunternehmen mit Kosten von ungefähr 130 Millionen Euro. Das zweite Projekt, eine neue Oberstufe, die für das Pumpspeicherkraftwerk beim Seekopf gebaut werden soll, ruht derzeit. Dazu könnte das beim Seebachhof gelagerte Ausbruchmaterial verwendet werden. Frühester Baubeginn für die neue Unterstufe (wenn alle Genehmigungen vorliegen) wäre das erste Halbjahr 2021, hatte Projektleiter Ulrich Gommel im Gemeinderat berichtet. Knapp vier Jahre Bauzeit sind kalkuliert, bis das neue Kraftwerk in Betrieb gehen könnte.


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