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Schule mit zwei Standorten

Gernsbach (dm) – Angesichts der ernüchternden Schülerzahlen, die jüngst im Rastatter Kreis-Schulausschuss thematisiert wurden, brachte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion den Vorschlag ein, die Handelslehranstalt Gernsbach und Carl-Benz-Schule Gaggenau an zwei Standorten zu vereinen.

Deutlich zurückgegangen sind in den vergangenen fünf Jahren die Schülerzahlen an der Handelslehranstalt Gernsbach – von 506 auf aktuell 372.  Archivfoto: Jahn

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Deutlich zurückgegangen sind in den vergangenen fünf Jahren die Schülerzahlen an der Handelslehranstalt Gernsbach – von 506 auf aktuell 372. Archivfoto: Jahn

Von Daniel Melcher

Im Ringen um eine Stabilisierung der Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach hat der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Andreas Merkel, die Überlegung eines Zusammenschlusses der HLA mit der Carl-Benz-Schule (CBS) Gaggenau ins Spiel gebracht.

Als „unorthodox“ bezeichnete er selbst am Montag bei der Sitzung des Kreis-Ausschusses für Schulen und Kultur diese Überlegung. „Eine Schule mit zwei Standorten“ – dies könne gleichwohl Synergie-Effekte und ein attraktives Angebot schaffen, das über bereits bestehende Kooperationen hinausgehe. Die Idee ist auch für die Freien Wähler nicht abwegig: Wenn es nicht gelinge, die Schülerzahlen zu stabilisieren, wäre dies ein überdenkenswerter Vorschlag, betonte Kreisrat Arne Pfirrmann.

Auch die klassischen „Zuliefererschulen“ für die HLA verlieren Schüler

Zunächst indes solle man den von der Landkreisverwaltung skizzierten Weg gehen, die HLA zu festigen, indem man unter anderem die berufliche Ausbildung stärkt und eine engere Anbindung der Ausbildungsbetriebe an die Schule anstrebt; entsprechende Maßnahmen sollen umgesetzt werden.

Das Thema Standortsicherung der HLA Gernsbach beschäftigt den Landkreis als Schulträger seit Jahren, obwohl die Bildungseinrichtung neben dem alltäglichen Unterricht viele Zusatzangebote unterbreitet, die bei den Schülern gut ankommen. Merkel nannte den aktuellen Situationsbericht – die Schülerzahl ist seit dem Schuljahr 2015/16 von 506 auf 372 um rund ein Viertel zurückgegangen – „ernüchternd“.

Doch man müsse der Realität ins Auge sehen: „Das Engagement der Schule zeitigt nicht den verdienten Erfolg.“ Dies hänge indes auch mit Rahmenbedingungen zusammen, die der Landkreis nicht im Griff haben kann, merkte Landrat Toni Huber an. Unter anderem jenen Umstand, dass, wie Peter Hirn (SPD) feststellte, auch die klassischen „Zuliefererschulen“ für die HLA Schüler verloren haben.

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Erstellt:
23. Juni 2020, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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