Selbst Experten dürften staunen

Gaggenau (red) – Eigentlich gibt es nichts, was man nicht an den Unimog bauen konnte. So zu lesen im von Carl-Heinz Vogler aus Selbach erschienen Buch „101 Dinge, die man über Unimog wissen muss“.

Der Unimog 411 gilt als „eierlegende Wollmilchsau“ und ist hier im Anbau mit einem dänischen „JF-Seitenmähdrescher“ zu sehen. Foto: Vogler

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Der Unimog 411 gilt als „eierlegende Wollmilchsau“ und ist hier im Anbau mit einem dänischen „JF-Seitenmähdrescher“ zu sehen. Foto: Vogler

Eigentlich gibt es nichts, was man nicht an oder auf den Unimog anbauen konnte. Daraus resultieren auch die über 1000 An- und Aufbaugeräte, die zu Spitzenzeiten für das Universalmotorgerät als grenzenlose Möglichkeiten zur Verfügung standen. Irgendwie war das Konzept der Unimog-Erfinder in den Grundzügen eine „eierlegende Wollmilchsau“. So ist es im kürzlich von Unimog-Buchautor Carl-Heinz Vogler aus Selbach erschienen Buch „101 Dinge, die man über Unimog wissen muss“ zu lesen.

Der ehemalige Konstruktions-Ingenieur Vogler, heute Mitglied des Kuratoriums Unimog-Museum, machte seit Gründung des Unimog-Museums im Jahre 2006 über 270 Führungen. Schon in den Anfangszeiten waren für ihn die Fragen der Besucher von großem Interesse. Damit konnte und wollte er nach eigenen Angaben eine – aus museumspädagogischer Sicht – qualitativ hochwertige Führung aufbauen. So entstand eine Besucher-Fragenliste.

Fetziges Buch mit Fahrzeugbiografien

Es waren immer besondere „Dinge“, die die Besucher interessierten. Daraus entwickelte der frühere Chefredakteur des Unimog-Club-Magazins eine weitere Option. Zusammen mit einem Münchener Verlag war die Idee zum Buch „101 Dinge, die man über Unimog wissen muss“ geboren.

Dem Verlag war es sehr wichtig, dass es kein rein technisches Handbuch geben sollte, sondern ein fetziges Buch mit Fahrzeugbiografien, verständlicher Technik und mit Geschichten rund um den Unimog. Selbst den vermeintlichen Unimog-Experten sollte Vogler damit ins Staunen versetzen. Zudem sollte es ein Buch sein, das von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht.

Das Cover des neuen Buchs über den Unimog. Foto: Vogler

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Das Cover des neuen Buchs über den Unimog. Foto: Vogler

Alle „Dinge“ (so werden die einzelnen Themen in diesem 190-seitigen Werk mit über 250 Fotos beschrieben) seien für den Käufer des Buches von Interesse. Der Autor möchte trotzdem ohne Wertung einige Dinge herausfiltern. So findet der Leserunter den durchnummerierten Dingen folgende Themen: der Elektro-Unimog als Hybrid, auf Basis des Geräteträgers U300, Vergleich mit der Ente von Citroën, Borgward als harte Nuss bei dem Vergleichstest 1955 mit dem Unimog-S, das ganz große Geschäft mit der belgischen Armee, warum ein Schubrohr schiebt, die schnittigen Designer-Unimogs der Hochschule Pforzheim, der Unimog im Röntgenbild, spannende Tauchgänge beim Truck-Trial, Unimog-SH mit Heckmotor als Vorstufe zum kleinen Panzer, Einsatz des Unimogs bei den Pionieren der US-Army, das tägliche Feuerwerk mit den Punktzangen im Fahrerhaus-Rohbau, der „Steppenhund Dingo 2“ im Einsatz in Afghanistan, Unimog-S mit Holzvergaser, mit dem Unimog auf den Spuren von König-Ludwig II. und viele andere Dinge mehr.

Es gibt unzählige Fakten, Daten, Themen, Highlights und natürlich Aspekte, die in einem Buch nicht alle unterzubringen sind. Dazu würden wohl auch 1001 Dinge nicht ausreichen.

Das Buch mache zwar niemanden zum Unimog/MB-trac-Experten, aber der Leser wird bestimmt noch unbekannte Dinge finden und seinen Spaß haben, glaubt Vogler. Das Buch (ISBN 978-3-96453-057-8) erschien im Gera-Mond-Verlag und kann über Buchhandlungen, Unimog-Museum oder über Buchportale im Web zum Preis von 14,99 Euro bezogen werden.

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Erstellt:
2. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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