Shuttle-Busse in Seitentäler

Murgtal (stj) – Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat bei seinem Besuch im Nationalpark angekündigt, diesen mit Shuttlebussen von den Seitentälern aus besser mit dem ÖPNV zu erschließen.

Aussicht vom Huzenbacher Seeblick, den Verkehrsminister Hermann nach der Fahrt mit dem „Murgtäler“ Radexpress im Rahmen einer geführten Tour von Bike-Guides der Baiersbronn Touristik mit seinem Pedelec ansteuerte. Foto: Juch

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Aussicht vom Huzenbacher Seeblick, den Verkehrsminister Hermann nach der Fahrt mit dem „Murgtäler“ Radexpress im Rahmen einer geführten Tour von Bike-Guides der Baiersbronn Touristik mit seinem Pedelec ansteuerte. Foto: Juch

Von Stephan Juch

Hermann zeigte sich bei seinem Besuch im Nationalpark Schwarzwald begeistert von der Beschilderung in dem Großschutzgebiet: Diese sei für Wanderer und Radfahrer „sensationell“ gelöst. Jetzt gelte es, bis zur Eröffnung des neuen Nationalparkzentrums auf dem Ruhestein das Verkehrskonzept umzusetzen. Ein wesentlicher Bestandteil dessen sind die geplanten Regiobuslinien, die von Baden-Baden über den Ruhestein nach Baiersbronn beziehungsweise von Achern über das Nationalparkzentrum nach Freudenstadt führen. Zur Eröffnung des neuen Nationalparkzentrums, die für die Allgemeinheit im März 2021 vorgesehen ist, werden die Linien am Ruhestein noch unterbrochen sein, kündigte der Verkehrsminister im BT-Gespräch an, später sollen sie durchgängig werden.

Kommunaler Busverkehr wird vom Land Baden-Württemberg gefördert

Die Seitentäler müssen durch Shuttle-Busse an diese Regiobuslinien angebunden werden. Auch dieser kommunale Busverkehr werde vom Land Baden-Württemberg gefördert. Den Nationalpark Schwarzwald und die Region mit attraktivem Busverkehr zu erschließen, sei in vielerlei Hinsicht „kniffelig“, so Hermann. Der Verkehrsminister verweist in diesem Zusammenhang auf die über Landkreisgrenzen hinweg verlaufenden Routen: Es gehe um Zuständigkeiten, Konzessionen und einheitliche Standards, die berücksichtigt werden müssen. Ziel sei „eine attraktive Alternative zum Pkw“. Dazu zählen auch Angebote wie der Radexpress, der Fahrradfahrer bequem über die Schiene nach Baiersbronn und damit nah an den Nationalpark heran bringt. Wie gut das bereits funktioniert, testete der Minister am Samstag bei seiner Tour mit dem vom Arbeitskreis Tourismus-Freizeit der Stadt Gaggenau und Partnern initiierten Nationalpark-Express.


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