Tipps und Hinweise zum Thema Maskentragen

Gaggenau (red) – Ab Montag, 27. April, gilt in Baden-Württemberg „Maskenpflicht“. Die Stadt Gaggenau gibt Tipps und warnt vor möglichen Geldbußen.

Verschiedenste Materialien, darunter auch alte T-Shirts, können bei der Herstellung von einfachen, nicht-medizinischen Masken verwendet werden. Foto: Stadt Gaggenau

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Verschiedenste Materialien, darunter auch alte T-Shirts, können bei der Herstellung von einfachen, nicht-medizinischen Masken verwendet werden. Foto: Stadt Gaggenau

Von Thomas Senger

Alle Personen ab dem sechsten Lebensjahr müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, um ihre Mitmenschen zu schützen. Vorgeschrieben ist das Tragen eines solchen Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr, an Bahn- und Bussteigen und in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften sowie in Einkaufszentren.

Welche Masken sind erlaubt?

Da medizinische Masken noch immer Mangelware sind, sollten diese weiterhin dem Personal im Gesundheitswesen vorbehalten werden, erläutert die Stadt Gaggenau in ihrer Pressemitteilung.

Für alle anderen Bürger reicht es aus, wenn sie eine nicht-medizinische Maske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das können selbst genähte Masken, Tücher oder auch Schals sein, ebenso zulässig sind Schutzvisiere wie sie derzeit von vielen mit 3-D-Druckern hergestellt werden.

Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht?

Eine Ausnahme gibt es für Menschen, die aus medizinischen Gründen keinen Schutz tragen können.

Eine weitere Ausnahme sind Personen, die einen anderen gleichwertigen baulichen Schutz haben. Dies betrifft beispielsweise Zugführer oder Busfahrer, die durch eine eigene Kabine geschützt sind oder Kassiererinnen, die hinter Spuckschutzwänden arbeiten. Ansonsten müssen Käufer wie Verkäufer einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Zudem müssen in Gaggenau auch in öffentlichen Einrichtungen wie dem Rathaus oder der Stadtbibliothek solche Behelfsmasken getragen werden.

Wo kann man Masken besorgen? Seit Bekanntwerden der Maskenpflicht gehen bei der Stadt Gaggenau zahlreiche Anfragen ein, wo solche Masken besorgt werden können. Die Stadt veröffentlicht hierzu auf ihrer Homepage eine Liste, die kontinuierlich erweitert wird. Aktuell sind Masken insbesondere in Apotheken, Sanitätshäusern sowie bei einigen Textilgeschäften erhältlich. Zudem gibt es viele Ehrenamtliche, die für andere nähen und ihre Masken verkaufen.

Wie kann man Masken selber herstellen?

Auf der städtischen Homepage finden sich Links zu Anleitungen, wie Masken selbst hergestellt oder genäht werden können. So hat die Stadt Essen beispielsweise eine Nähanleitung für einen waschbaren Behelfs-Mund-Nasen-Schutz entwickelt, worin die einzelnen Schritte Bild für Bild erklärt werden.

Zudem nehmen sich dieses Themas derzeit viele Blogger und Kreative an und zeigen Möglichkeiten auf, wie Schutzmasken auch ohne zu nähen gebastelt werden können. Zurückgegriffen wird auf die verschiedensten Materialien, wie alte T-Shirts oder Küchenkrepp.

Darüber hinaus bietet die Initiative #maskeauf eine eigene Plattform und fasst konkrete Informationen zusammen. Darunter werden vielfältige Ideen vorgestellt, wie jeder aus einfachen Mitteln einen Behelfsschutz schaffen kann.

Generell lohnt es sich auch, einen Blick auf YouTube zu werfen, da dort zahlreiche Anleitungen verständlich und als Video nachgeschaut werden können. Hier bietet außerdem der NDR Einblicke in seine Kostümabteilung und zeigt anschaulich, wie Behelfsmasken genäht werden können.

Was passiert, wenn man der Maskenpflicht nicht nachkommt?

Die Stadt Gaggenau weist ausdrücklich darauf hin, dass das Nichttragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln ab dem 4. Mai mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Links im Internet:

www.media.essen.de/media

www.moms-blog.de/atemschutzmasken-einfach-selber-machen-ohne-naehen

www.maskeauf.de

YouTube, NDR:

www.youtube.com/watch? v=blV6tK3xqV8&t=24s

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Masken aus Kaffeefilter und Küchenrollen

Gaggenau (red) – Auch die Technikerschüler der Carl-Benz-Schule Gaggenau rufen zum solidarischen Maskentragen auf. Eine Produktion ist angelaufen. Das Tragen einer Gesichtsmaske kann nicht nur dem Träger selbst, sondern besonders den Menschen in seiner Umgebung helfen, die Übertragungsrate des Coronavirus zu verringern, geben die Schüler zu bedenken. Das Seminar Entrepreneurship & Innovationsmanagement der Carl-Benz-Schule Gaggenau, bestehend aus den Schülern Thomas Rotermel, Jonas Herrmann, Patric Schuler und Julian Meier unter Anleitung ihrer Lehrerin Dr. Julia Schopf-Ringwelski, hat daher Lösungen erarbeitet, mit deren Hilfe sich jeder mit einfachen Mitteln eine wirksame Atemmaske selbst herstellen kann. Eingesetzt werden hierzu Kaffeefilter, Klebeband, Küchenrolle und Gummiband. Zusätzlich haben die Schüler den Prototyp einer modischen textilen Variante entwickelt und die Produktion aufgenommen. Die ersten hundert Masken werden für den guten Zweck gespendet, so die Meldung der Schule. Die vier Entrepreneure stellen ihre Aktion „Zeig Maske! CBS macht.“ im Video vor:

www.youtube.com/watch? v=7Vj47Am16RQ


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