Vermehrte Rehkitz-Risse

Gernsbach (red) – Die Stadtverwaltung Gernsbach bittet alle Hundebesitzer, ihre Vierbeiner beim Waldspaziergang an die Leine zu nehmen. Grund: Die Rehkitz-Risse nahmen durch freilaufende Hunde zu.

Besonders Jungtiere werden im Wald oder im freien Feld zur leichten Beute von nicht angeleinten Hunden. Foto: Stadt Gernsbach/Elsemargriet/pixabay.de

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Besonders Jungtiere werden im Wald oder im freien Feld zur leichten Beute von nicht angeleinten Hunden. Foto: Stadt Gernsbach/Elsemargriet/pixabay.de

Von Redaktion Badisches Tagblatt

Die Gefahr von Hetzjagden und Übergriffen sei stark angestiegen. Selbst bei Hunden, die ihrem Halter sonst aufs Wort gehorchen, könne der Jagdtrieb ausbrechen, warnt die Stadt in ihrer Mitteilung.

Zudem ist es nicht nur der Biss eines Hundes, der für Rehe und andere Wildtiere tödlich sein kann, auch die panikartige Flucht des Wildes vor jagenden Hunden birgt Verletzungsgefahren, beispielsweise durch das Verfangen in Zäunen oder durch einen Sprung vor ein Auto. Um die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken, gibt es lange Schleppleinen, die für Sicherheit von Hund und Wild sorgen. Zuletzt stehe der Mensch in der Verantwortung.

Wie Kreisjägermeister Frank Schröder mitteilt, sind besonders Jungtiere leichte Beute. Er bittet daher eindringlich darum, Hunde in sensiblen Gebieten mit Wildvorkommen an die Leine zu nehmen. Dies diene auch dem Wohl der Hunde selbst, denn Hunde, die zum unkontrollierten Hetzen oder Reißen von Wild oder anderen Tieren neigen, sind nach der sogenannten Kampfhundeverordnung als gefährliche Hunde einzustufen. Sie unterliegen dann dem Leinen- und Maulkorbzwang. Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können angezeigt werden.

Fuchsräude bedroht Hunde

Des Weiteren sind Hunde insbesondere in Naturschutzgebieten grundsätzlich anzuleinen. Darüber hinaus ist nach Angaben des Kreisjägermeisters derzeit im Murgtal die Fuchsräude aufgetreten, was zur Ansteckung bei Hunden führen kann. Auch daher empfiehlt es sich, dass die Hundehalter ihre Tiere zu ihrem eigenen Schutz im Wald anleinen.

Die aktuelle Polizeiverordnung der Stadt Gernsbach legt fest, dass Hunde in Wohngebieten an der Leine zu führen sind. Des Weiteren dürfen Hunde ohne Begleitung einer Person, die durch Zuruf auf das Tier einwirken kann, nicht frei umherlaufen. Die Leinenpflicht im innerstädtischen Bereich wurde eingeführt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen. Zum Schutz der Waldtiere werden die Hundehalter gebeten, ihre Schützlinge auch außerhalb von Ortschaften freiwillig an die Leine zu nehmen.

Rehkitze nicht anfassen

Zudem weist Kreisjägermeister Schröder darauf hin, dass vermehrt Tierfreunde Situationen laienhaft beziehungsweise falsch einschätzen und Jungtiere – die vielleicht auch nur auf den ersten Blick ohne Muttertiere sind – anfassen und mitnehmen würden. Dabei werden Rehkitze, die einmal von Menschen berührt wurden, nicht mehr von den Ricken angenommen und können so nicht mehr art- und naturgerecht aufwachsen. Grundsätzlich sollen die Tierhelfer, wenn sie hilflose oder verletzte Jungtiere auffinden, Kontakt mit dem zuständigen Jagdpächter aufnehmen, um tiergerechte Hilfe zu gewährleisten.

Für den Bereich der Gernsbacher Jagden sind beim örtlichen Polizeiposten die Kontaktdaten der jeweiligen Jagdpächter hinterlegt.

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Erstellt:
31. Juli 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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Walter Frietsch 31.07.202015:10 Uhr

Die Stadtverwaltung Gernsbach bittet alle Hundebesitzer, ihre Vierbeiner beim Waldspaziergang an die Leine zu nehmen. Wenn ich sowas schon höre - die Stadtverwaltung bittet.....
Einfach einen Leinenzwang erlassen und diesen genau kontrollieren und auch mit einer saftigen Strafe belegen bei Nichtbeachtung. Oder glaubt man immer noch dass die Hundebesitzer auf solche Bitten reagieren. Der macht nichts der will nur spielen... solch dumme Ausreden höre ich immer wieder. Wann kapieren die in der Verwaltung endlich dass man da anders vorgehen muss? Ich trage zu meiner Sicherheit bei Spaziergängen immer ein Pfefferspray mit mir, um mich wehren zu können. Übrigens werden sogar Störche gerissen. Die Spezies Mensch muss endlich kapieren dass sie nicht allein auf dieser Erde ist.


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