Wald-TÜV für den Kirchenwald

Forbach/Weisenbach (mm) – Der Kirchenwald des Heiligenfonds Forbach und der Stiftswald Weisenbach sind erneut nach PEFC zertifiziert. Das „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“ ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem.

Forstdirektor Markus Krebs, Revierleiter Bernhard Ott, Pfarrer Thomas Holler, Revierleiter Dietmar Wetzel und PEFC-Regionalassistent Michael Korn (von rechts).Foto: Landratsamt

© red

Forstdirektor Markus Krebs, Revierleiter Bernhard Ott, Pfarrer Thomas Holler, Revierleiter Dietmar Wetzel und PEFC-Regionalassistent Michael Korn (von rechts).Foto: Landratsamt

Von Markus Mack

„Der Wald als Bestandteil der Schöpfung hat für die Kirche eine herausragende Bedeutung“, betonte Pfarrer Thomas Holler vor der Überprüfung des PEFC-Zertifikats für den Kirchenwald Heiligenfonds Forbach und Stiftswald Weisenbach. Daher bewirtschaften wir ihn pfleglich und nach hohen Standards, so der Pfarrer. Die Seelsorgeeinheit Forbach–Weisenbach hat sich bereits vor Jahren dazu entschieden, im Kirchenwald die Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung des Zertifizierungssystems PEFC einzuhalten.

In regelmäßigen Abständen wird deshalb die Qualität im Kirchenwald überprüft, so eine Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Im Rahmen eines internen Monitorings durch Michael Korn, den PEFC-Regionalassistenten für Baden-Württemberg, wurden im Pfarrhaus Forbach die Betriebsunterlagen geprüft sowie die ausschlaggebenden Kriterien mit den verantwortlichen Waldbewirtschaftern erläutert. Beteiligte seitens des Kreisforstamts waren Forstdirektor Markus Krebs von der Bezirksleitung Gaggenau sowie die zuständigen Revierleiter Bernhard Ott, der den 781 Hektar umfassenden Kirchenwald des Heiligenfonds Forbach betreut, und Dietmar Wetzel, der für den Stiftswald Weisenbach mit 68 Hektar die Verantwortung trägt.

Holzeinschlag maßgeblich

Für die erneute Vergabe des Zertifikats ist unter anderem der jährliche Holzeinschlag maßgeblich. Dabei wurde erneut festgestellt, dass weniger Holz eingeschlagen wird als nachwächst und der Holzeinschlag im Kirchenwald damit nachhaltig ist. Ein weiteres Augenmerk legte der Prüfer auf die Verbissgutachten. Die Wildbestände müssen so angepasst sein, dass neue Waldgenerationen ohne zu großen Wildverbiss aufwachsen können. Auch mit der Verwendung von geprüftem Pflanzgut konnte der Forstbetrieb punkten.

Der zweite Teil der Überprüfung direkt „vor Ort“ führte in zufällig ausgewählte Waldbestände. Dabei standen mehrere Punkte zur Einhaltung einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung im Mittelpunkt. So wurde darauf geachtet, dass die Waldbestände nicht flächig mit schweren Maschinen befahren werden, sodass Schäden am Schutzgut Boden und am verbleibenden Wald auf ein Minimum reduziert werden können.

Zum Artikel

Erstellt:
18. März 2020, 12:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.