Weitere Ziege in Forbach gerissen

Forbach (red/mm) – Fachleute vermuten erneut einen Wolf als Angreifer: In Forbach ist eine weitere tote Ziege gefunden worden.

Fachleute vermuten, dass erneut derselbe Wolf ein Tier gerissen hat.  Symbolfoto: Boris Roessler/dpa

© dpa

Fachleute vermuten, dass erneut derselbe Wolf ein Tier gerissen hat. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa

Von Thomas Senger

Nachdem bereits am 12. Februar eine gerissene Ziege in der Gemeinde Forbach gemeldet wurde, ist am Dienstag, 18. Februar, erneut eine tote Ziege gefunden worden. Sie wurde vermutlich von einem Wolf gerissen. Dies hat das Umweltministerium mitgeteilt.

Betroffen ist derselbe Tierhalter wie beim ersten Vorfall; auch dieses Mal wurde das Tier im Sasbachtal gefunden. Dies hat der zuständige Wildtierbeauftragte Martin Hauser auf BT-Anfrage bestätigt, Er hat den Riss dokumentiert und Proben für eine genetische Untersuchung genommen. Die Proben werden wie immer zur Analyse an das Senckenberg-Institut geschickt. Erst danach lässt sich mit Sicherheit sagen, ob ein Wolf der Angreifer war.

Forbach liegt in „Förderkulisse“

Forbach liegt in der sogenannten „Förderkulisse Wolfsprävention“. Das ist die Region, in der seit Längerem ein Wolf lebt. Er konnte bereits häufig nachgewiesen werden und hat bereits mehrmals Nutztiere gerissen. In dieser Region werden besondere Schutzmaßnahmen für Nutztierherden empfohlen und vom Land mitfinanziert. Ausgleichszahlungen für Schäden durch Wolfsangriffe sind innerhalb der Förderkulisse daran geknüpft, dass der Mindeststandard für einen wolfsabweisenden Herdenschutz erfüllt war.

„Im jetzt vorliegenden Fall wurden Mängel am erforderlichen Grundschutz festgestellt“, so das Ministerium abschließend.

Zum Artikel

Erstellt:
18. Februar 2020, 17:51 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.