Wildunfall bei Moosbronn: Tipps der Polizei

Gaggenau (red) – Einer Ford-Fahrerin ist am Mittwochabend ein Reh zum Verhängnis geworden: Die Frau wich dem Tier aus und krachte in die Schutzplanke.

Keinesfalls darf ein verletztes oder getötetes Tier am Unfallort zurückgelassen werden. Mitnehmen ist allerdings auch verboten. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

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Keinesfalls darf ein verletztes oder getötetes Tier am Unfallort zurückgelassen werden. Mitnehmen ist allerdings auch verboten. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Der Unfall trug sich nach Polizeiangaben gegen 22.30 Uhr zu. Zu diesem Zeitpunkt war die 20-Jährige aus Richtung Freiolsheim auf der Strecke nach Moosbronn unterwegs. Als sie nach Moosbronn abbiegen wollte, bemerkte sie plötzlich das Reh auf der Fahrbahn. Sie wich intuitiv nach rechts aus. Dadurch kam sie allerdings von der Fahrbahn ab und krachte in die Leitplanke. Allerdings blieb das Tier durch dieses Fahrmanöver von einer Kollision verschont. Auch die Frau blieb unverletzt. Allerdings hat sie einen Sachschaden von rund 3.000 Euro zu beklagen.

Polizei gibt Tipps für den Ernstfall

Die Polizei weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass man jederzeit und überall mit Wildtieren auf der Straße rechnen müsse. Ganz besonders aber in der Morgen- und Abenddämmerung ist die Gefahr groß. Deshalb steige auch das Unfallrisiko im Winterhalbjahr, da die Dämmerung dann in die Berufsverkehrszeiten falle.

Kommt es zu einem Unfall, sind laut der Polizei folgende Dinge wichtig:
- Anhalten und unbedingt die Unfallstelle absichern. Dazu ist man laut Straßenverkehrsordnung auch verpflichtet.
- Polizei über den Notruf 110 verständigen. Die Polizei informiert auch den Jagdausübungberechtigten, der für den Bereich der Unfallstelle zuständig ist. Dies erfolgt unabhängig davon, ob das Tier getötet oder verletzt wurde.
- Zu getöteten oder verletzten Tieren unbedingt Abstand halten. Diese könnten unerwartet reagieren und den Menschen verletzen.
- Verletzte oder tote Tiere werden vom Jäger versorgt. Das Tier darf auf keinen Fall mitgenommen werden; das könnte den Tatbestand der Jagdwilderei erfüllen.
- Das Tier darf aber auch keinesfalls am Unfallort zurückgelassen werden. Liegt es auf der Straße, muss es unverzüglich entfernt werden; ist das nicht möglich, muss die Stelle gesichert werden bis Hilfe durch Polizei oder Fachpersonal vor Ort ist.

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Erstellt:
26. November 2020, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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