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Zustimmung für Kraftwerkspläne

Forbach/Karlsruhe (mm) – Der Planungsausschuss des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für den Ausbau des Forbacher Rudolf-Fettweis-Werks zu einem Pumpspeicherkraftwerk. Ein unterirdisches Kavernenkraftwerk im Berg ist als Unterstufe geplant, Oberstufe bleibt die Schwarzenbachtalsperre.

Das Forbacher Rudolf-Fettweis-Werk, hier das Niederdruckwerk, soll zu einer neuen Unterstufe ausgebaut werden. Foto: Archiv

© red

Das Forbacher Rudolf-Fettweis-Werk, hier das Niederdruckwerk, soll zu einer neuen Unterstufe ausgebaut werden. Foto: Archiv

Von Markus Mack

„Wir bekennen uns zum Ziel des Ausbaus der regenerativen Energien. Mit dem Pumpspeicherwerk leistet die Region einen wesentlichen Beitrag dazu“, so Verbandsdirektor Gerd Hager. „Stromeinspeisungen aus regenerativen Energiequellen unterliegen tageszeiten- und wetterbedingt starken Schwankungen. Deshalb brauchen wir mehr Speichermöglichkeiten für die überschüssige Energie aus den hochproduktiven Zeiträumen, die bei Bedarf kurzfristig ins Netz eingespeist werden kann.“

Die Kavernen haben ein Volumen von rund 200000 Kubikmeter. „Damit könnten achtzig olympiataugliche Schwimmbecken befüllt werden“, veranschaulicht Hager. Mit dem bestehenden Ausgleichsbecken in der Murg mit etwa gleichem Füllvolumen stehen damit künftig zwei Unterstufen zur Verfügung. „Mit dem vorläufigen Verzicht des Betreibers auf ein zusätzliches Oberbecken am Seekopf bleibt ein bislang unberührter Naturraum erhalten“, wird der Verbandsdirektor in einer Pressemitteilung zitiert. Aus dem Gremium wurde in der Sitzung angeregt, dem Wassermanagement des neuen Pumpspeicherwerks vor allem im Blick auf Niedrigwasserstände besonderes Augenmerk zu schenken.

Der aus dem Kavernenbau stammende Felsausbruch soll im Bereich des Steinbruchs Heiligenwald und in der Nähe des Seebachhofs gelagert werden. Die dortige Landschaft sei noch relativ naturbelassen, so der Regionalverband. Deshalb regt dieser in seiner Stellungnahme an, zu prüfen, ob nicht mehr des Felsmaterials wiederverwertet werden kann. Es sei wichtig, dass es nicht zusätzliche Belastungen durch den Lkw-Verkehr gebe. „Vielleicht wäre sogar ein Transport über die Schiene möglich“, regt Hager an. 20 Monate sind für den Ausbruch der Hohlräume veranschlagt, für den Abtransport sind im Durchschnitt 116 Lastwagen täglich kalkuliert.

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Erstellt:
7. Februar 2020, 11:01 Uhr
Lesedauer:
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