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eWay-Teststrecke: Murgtal-Bürgermeister fordern Verkürzung der Bauphase

Murgtal (red) – Eine wesentliche Verkürzung der Bauphase für das Projekt eWayBW: Das fordern die Bürgermeister von Forbach, Gernsbach, Loffenau und Weisenbach in einem offenen Brief an Verkehrsminister Winfried Hermann.

•Wie hier in Brandenburg könnte es auch auf der B462 aussehen – allerdings ohne Daimler-Lkw.. Foto: Sascha Hilgers (BMUB)

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•Wie hier in Brandenburg könnte es auch auf der B462 aussehen – allerdings ohne Daimler-Lkw.. Foto: Sascha Hilgers (BMUB)

Von Thomas Senger

„Forderungen von den Kommunen des Oberen Murgtals bezüglich des Projekts eWayBW“ ist der Titel des Schreibens, das Weisenbachs Bürgermeister Daniel Retsch am Mittwochnachmittag an das Verkehrsministerium mailte und das auch dem Badischen Tagblatt vorliegt.

Es ist unterzeichnet von Julian Christ (Bürgermeister von Gernsbach), Markus Burger (Bürgermeister von Loffenau), Daniel Retsch (Bürgermeister von Weisenbach) und Katrin Buhrke (Bürgermeisterin von Forbach).

„Auf die durchaus berechtigte Diskussion über das Für und Wider beziehungsweise die Sinnhaftigkeit des Projekts eWayBW möchten wir an dieser Stelle nicht näher eingehen“, heißt es wörtlich in dem Schreiben und weiter: „Wir möchten allerdings darauf hinweisen, dass gerade von einem solchen Projekt beziehungsweise der Baumaßnahme auf der B462 tausende Bürgerinnen und Bürger aus dem Oberen Murgtal betroffen sind.“ Hierbei handele es sich überwiegend um Berufspendler, die täglich ein- und ausfahren, um die durchgehende Erreichbarkeit der medizinischen Versorgungseinrichtungen sowie um Erledigungen des täglichen Bedarfs im vorderen Murgtal beziehungsweise außerhalb des Murgtals. Eine weitere und ohnehin schon belastende Situation auf der B462 sei der Schwerlastverkehr. „Die aktuellen Zahlen sprechen hier für sich“, argumentieren die Bürgermeister.

Sie nehmen auch Bezug auf eine Informationsveranstaltung am 3. März 2020 in Kuppenheim unter anderem mit Vertretern des verantwortlichen Ministeriums und des Regierungspräsidiums Karlsruhe, der ausführenden Firma und den unmittelbar betroffenen Kommunen.

Dabei sei von einer „33-wöchigen Behinderung mit einer zeitweisen Vollsperrung der B 462 während der Bauphase“ die Rede gewesen. „Dies wäre eine Zumutung für unseren Bürgerinnen und Bürger, die an der Lebenswirklichkeit völlig vorbei geht“, argumentieren die Bürgermeister.

Sie führen weiter aus: „Nach den uns aktuell vorliegenden Informationen wurden die Signale bezüglich der Verkehrsbelastung nun von Seiten des Ministeriums und Regierungspräsidiums Karlsruhe bereits in einer Telefonkonferenz aufgenommen.“

Abschließend heißt es: „Wir erhoffen uns, auch zur höheren Akzeptanz des Gesamtprojekts, eine deutliche Verringerung der Belastung für die Murgtäler Bevölkerung vornehmlich durch eine wesentliche Verkürzung der Bauphase zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger, wie dies auch bereits vonseiten des Ministeriums und Regierungspräsidiums Karlsruhe signalisiert wurde.“


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