256 Seiten voller Leben

Rastatt (rw) – Das neue Heimatbuch des Landkreises ist da. Auf 256 Seiten wird die Vielfalt Mittelbadens abgebildet.

Gruppenbild mit Autoren: Die Werke von Leo Sztatecsny werden erst im Herbst gezeigt. Foto: rw

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Gruppenbild mit Autoren: Die Werke von Leo Sztatecsny werden erst im Herbst gezeigt. Foto: rw

Von wollenschneider

„Ich bin stolz auf diesen Landkreis“, betonte Landrat Toni Huber anlässlich der Vorstellung des 59. Heimatbuchs. Und merkte zur Lektüre auf 256 Seiten für Jung und Alt an: „Das Heimatbuch ist ein Buch, das voller Leben ist.“ Redakteur und Kreisarchivar Martin Walter konnte 19 Autorinnen und Autoren gewinnen, die Beiträge aus den Bereichen Kunst, Kultur, Jugend und Schule, Natur, Umwelt und Wirtschaft lieferten.
Gelobt wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Verlag Regionalkultur und die Arbeit von Dezernent Stefan Biehl und Amtsleiterin Cornelia Casper. Allerdings war die Präsentation im Vergleich zu den Vorjahren, wie Huber bemerkte, eine „überschaubare Veranstaltung“. Der derzeitigen Corona-Situation fiel auch die Vorstellung des Kuppenheimer Künstlers Leo Sztatecsny zum Opfer, der auf die übliche Ausstellung im Foyer verzichten musste, die auf den 16. Oktober verschoben wurde. Martina Holbein interviewte den Künstler, der sich als „Landschaftsmaler“ bezeichnet und die Beziehung des Menschen zur Natur in Öl und Zeichnungen festhält. „Ich will Erfahrungen in Kunst überführen“, sagte Leo Sztatecsny.

Finale für Gisela Merklinger

Exemplarisch hatte dann Martin Walter fünf Autoren ausgewählt, die Einblicke in ihre bearbeiteten Themen gaben. Erstmals als Autor schrieb Pit Hirn über den „Schiri-Hit“ des Landkreises, den Fußball-Bundesliga-Schiedsrichter Daniel Schlager. Sportlich geht es auch bei der Autorin Nicole C. Stichling zu. Sie porträtierte den erfolgreichen Sportholzfäller Robert Ebner aus Hörden.

Dieselbe Autorin stellt auf 16 Seiten die Rastatter Josef-Durler-Schule vor. Der Beitrag ist gleichzeitig eine Hommage an den scheidenden Schulleiter Gerold Wendelgaß, der Ende dieses Monats in den Ruhestand geht und der mit seinem Team die Weichen für die Zukunft gestellt hat. Passend dazu der Titel des Beitrags: „Eine ganz schön smarte Schule – auch in Krisenzeiten.“ Während sich Rainer Wollenschneider umfassend dem Rastatter Schauspieler Klaus Winterhoff widmet, befasst sich Veronika Gareus-Kugel mit dem Gaggenauer Amalienberg als „Sitz illustrer Persönlichkeiten“.

Unter den weiteren Beiträgen sei auch der persönliche Blick zurück auf den 2019 verstorbenen Kunstschaffenden Meinrad Bittmann erwähnt. Ebenso der kritische Beitrag von Patricia Klatt: „PFC in Mittelbaden. Eine tickende Zeitbombe für kommende Generationen“. Einen Überblick über Veröffentlichungen zu mittelbadischen Themen liefert BT-Redakteur Daniel Melcher in der Bücherecke.

Zugleich stellt das Heimatbuch 2020 auch das Finale der Pressesprecherin Gisela Merklinger als Redakteurin dar. Seit 1992 hatte sie unter „Highlights und Brennpunkte“ eine Jahreschronik des Landkreises in Wort und Bild geliefert.

Das Heimatbuch ist für 12,90 Euro im Landratsamt und Buchhandel erhältlich.


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