Als jeder Ort noch seine Mülldeponie hatte

Rastatt (mak) – Das Altlastenkataster des Landratsamts verzeichnet 250 Altablagerungen im Kreis Rastatt. Bis die Abfuhr von Müll 1972 geregelt wurde, hatte jede Gemeinde ihre eigene kleine Deponie.

Über die ehemalige Mülldeponie von Gruber und Weber in Bischweier ist nicht nur Gras gewachsen, im Lauf der Jahrzehnte hat sich auch ein kleines Wäldchen entwickelt. Foto: Markus Koch

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Über die ehemalige Mülldeponie von Gruber und Weber in Bischweier ist nicht nur Gras gewachsen, im Lauf der Jahrzehnte hat sich auch ein kleines Wäldchen entwickelt. Foto: Markus Koch

Von BT-Redakteur Markus Koch

Die kontroverse Debatte um die geplante Erweiterung der Entsorgungsanlage „Hintere Dollert“ in Oberweier hat vielen Bürgern im Landkreis ins Bewusstsein gerufen, wie vor Jahrzehnten mit dem Thema Müll umgegangen wurde. Die Rastatter Lokalredaktion des Badischen Tagblatts nahm dies zum Anlass, beim Landratsamt nachzufragen, wie viele ehemalige Mülldeponien es eigentlich im Landkreis gibt. Das Umweltamt stand ausführlich Rede und Antwort:
- Wie viele ehemalige Mülldeponien gibt es im Landkreis Rastatt?
Im Altlasten- und Bodenschutzkataster sind 250 Altablagerungen erfasst. Dies sind stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt oder abgelagert worden sind. 36 Standorte werden als nicht kommunal geführt. Es handelt sich um Ablagerungen von Firmen oder um teils ungenehmigte Auffüllungen, meist mit Bauschutt. Es gibt Grundstücke mit ehemaligen kommunalen Ablagerungen, die mittlerweile in Privatbesitz sind, und umgekehrt.

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Erstellt:
1. November 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 29sec

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