Aufwertung der Rheinpromenaden gebilligt

Rastatt (ema) – Die Stadt Rastatt hat das Konzept für die Neugestaltung der Rheinpromenaden bei Plittersdorf und Seltz befürwortet. Auf beiden Seiten ist eine deutliche Aufwertung des Uferbereichs geplant.

Aufwertung der Rheinpromenaden gebilligt

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Die Neugestaltung der Rheinpromenaden bei Plittersdorf und Seltz mit finanzieller Unterstützung der EU findet in Rastatt breiten politischen Rückhalt. Der Technische Ausschuss befürwortete bei einer Gegenstimme das vorgelegte Konzept. Wie berichtet, ist auf beiden Seiten eine deutliche Aufwertung geplant mit einem Bündel an Maßnahmen. Plittersdorfs Ortsvorsteher Mathias Köppel (CDU) sprach von einem „großen Gewinn“ und einem neuen „Aushängeschild für Rastatt“. Neben dem Natur- und Erholungsaspekt sei auch hervorzuheben, dass eine Infrastrukturlösung in Sachen WC, Wasser/Abwasser und Internet angegangen werde. Die Aufenthaltsqualität werde deutlich gesteigert – auch weil Fahrzeuge nicht mehr direkt entlang dem Rhein stehen dürfen. Ob ein fester Kiosk kommen wird, hängt davon ab, ob ein Investor bereitsteht, hieß es am Ratstisch.

Der beauftragte Planer Anton Schwarzenberger machte deutlich, dass die Autos so weit wie möglich zurückgedrängt werden sollten. Die Promenade solle durchgängig angelegt sein, was bei der Überwindung der Straße zur Fähre nicht ganz einfach sei. Der bestehende Parkplatz wird verlegt, was zugleich eine Reduzierung der Stellplätze zur Folge hat. In Höhe der Anlegestelle ist ein Ringverkehr vorgesehen. Im Sommer müsse man täglich mit bis zu zwei Schiffen rechnen, deren rund 300 Passagiere mit vier bis fünf Bussen für einen Tagesausflug abgeholt und wieder an Bord gebracht werden, sagte Schwarzenberger. Platz schaffen will man auch für den Fall, dass die Promenade künftig von einem Linienbus angefahren wird. Dagegen sind Stellplätze für Wohnmobile wegen der Lage im Naturschutzgebiet nicht vorgesehen, so der Planer. Auf Ablehnung stieß die Planung nur bei der AfD, die für das Projekt kein Geld bereitstellen will und jetzt schon die Promenade für überlaufen hält.

Die Gesamtkosten werden mit 3,3 Millionen Euro beziffert. Die EU würde die Hälfte übernehmen; bei der Stadt Rastatt bliebe ein Eigenanteil von etwa 1,1 Millionen Euro hängen. OB Hans Jürgen Pütsch betonte, dass das Projekt auch unter diesem Vorbehalt der Bezuschussung stehe. Eine Entscheidung über die Förderung wird Mitte dieses Jahres erwartet. Größter Brocken ist der Abriss und die Renaturierung des ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsamtsgebäudes Fährstraße 77 mit 520 000 Euro. Die Immobilie ist allerdings noch in Privatbesitz.

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Erstellt:
11. März 2020, 14:00 Uhr
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