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Bürgerstiftung stellt sich bei Hilfe auf Corona ein

Rastatt (ema) – Eine Übersicht über bürgerschaftliche Hilfsangebote – das bietet jetzt die Bürgerstiftung Rastatt im Zeichen der Corona-Krise.

Vor allem Jugendprojekte, im Bild die Inklusionsfreizeit in der Zwölf-Apostel-Kirche, finden die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Rastatt. Foto: av

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Vor allem Jugendprojekte, im Bild die Inklusionsfreizeit in der Zwölf-Apostel-Kirche, finden die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Rastatt. Foto: av

Von Egbert Mauderer

Die Rastatter Bürgerstiftung stellt sich darauf ein, ihre Unterstützungsleistungen in der Gesellschaft verstärkt auf die Folgen der Corona-Krise auszurichten. Ein erster Schritt: Auf der Internetseite werden Hilfsdienstleistungen aufgelistet, die vor allem auf bürgerschaftlichem Engagement beruhen.
Auf www.buergerstiftung-rastatt.de ist unter der Überschrift „Suche Hilfe, biete Hilfe“ eine Übersicht der in Rastatt verfügbaren Hilfsdienstleistungen anlässlich der Corona-Krise eingerichtet. Darüber hinaus sind auf einer interaktiven Karte die bislang bekannten Angebote markiert.

„Unser Ziel ist es, vor allem den ehrenamtlich und bürgerschaftlich organisierten Initiativen eine Plattform zu bieten, um die Informationen zu den Hilfsangeboten den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt jederzeit zugänglich zu machen“, sagt der Vorsitzende Björn Sucher.

Über das Kontaktformular können weitere Hilfsinitiativen ihr Projekt schnell und einfach selbst einpflegen. Es wird dann auf der interaktiven Karte von Rastatt sowie unter den Hilfskategoriefeldern angezeigt, informiert Sucher in einer Pressemitteilung.

Vier Kategorien

Bislang bestehen vier Kategorien von Hilfsangeboten: Beratung und Unterstützung, Einkäufe, Lebensmittel und die Obdachlosen-Hilfe. Sucher: „Denkbar sind natürlich noch weitere Rubriken. Von medizinischer, handwerklicher oder nachbarschaftlicher Hilfe über Gassirunden bis hin zu Fahrdiensten.“ Der Vorstandsvorsitzende sieht das Vorgehen durch die Satzung gedeckt. Aufgabe der Bürgerstiftung sei es, das Potenzial bürgerlichen Engagements zur Bewältigung von Problemen zu aktivieren. Dies gelte erst recht in Zeiten der Corona-Krise.

Sucher berichtet von ersten Anfragen, ob man Unterstützung leisten könne, beispielsweise für Schutzmasken, die der kürzlich auf ehrenamtliche Initiative einiger Rastatter Ärzte gestarteten Fieberambulanz für ihre Patienten zur Verfügung gestellt werden könnten. „Wir sind sicher, dass es weitere Projekte im Zusammenhang mit der Corona-Krise geben wird, die um finanzielle Unterstützung bitten werden“, so der Vorsitzende.

Hiervon unabhängig zeichne sich bereits jetzt ab, dass Vereine und andere Einrichtungen ihre Pläne für Senioren, Kinder, Jugendliche in diesem Jahr nicht wie geplant umsetzen können. Veranstaltungen müssten verschoben oder ganz abgesagt werden. Vielfach seien bereits Kosten entstanden; die Finanzierung einiger Projekte dürfte wegen des Ausfalls der Veranstaltung schwierig werden. Hier könnte sich die Bürgerstiftung finanziell einbringen.

In der Vergangenheit hat die Bürgerstiftung 10 000 bis 15 000 Euro an Spenden verteilt. Zu Jahresbeginn habe man, noch vor der Corona-Krise, sechs Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 3 000 Euro bewilligt, so Sucher. Er will nicht ausschließen, dass die Stiftung im Zeichen von Corona ihre Schwerpunkte verlagere und dann möglicherweise ihre Satzung anpasse – gerade vor dem Hintergrund, dass mit länger anhaltenden wirtschaftlichen Verwerfungen zu rechnen sei.

In diesem Sinne hofft der Vorstand, dass Bürger durch Spenden die Arbeit der Stiftung unterstützen, damit man dort helfen könne, wo öffentliche Gelder nicht ausreichen oder gar nicht vorgesehen sind.

Spendenkonten der Bürgerstiftung Rastatt: Volksbank Baden-Baden Rastatt (DE70 6629 0000 0057 3550 00) oder Sparkasse Rastatt-Gernsbach (DE29 6655 0070 0000 2305 40).


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