Bund plant Lager in Muggensturm

Muggensturm (sl) – Unter den 19 Standorten, die das Bundesgesundheitsministerium für die am Montag angekündigte Nationale Gesundheitsreserve vorsieht, ist auch Muggensturm.

Bund plant Lager in Muggensturm

So ähnlich könnte es in Muggensturm aussehen. Dort soll allerdings wohl Handdesinfektionsmittel gelagert werden. Symbolfoto: Martin Schutt/dpa(Das Bild zeit ein Lager für Schutzausrüstung in Erfurt)

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will der Bund dezentral wichtige Materialien wie etwa Schutzmasken, Medikamente und Desinfektionsmittel vorhalten, um im Notfall und bei Pandemien künftig schneller reagieren zu können. Das hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt.

Zu diesem Zweck will das Ministerium mit Logistikfirmen zusammenarbeiten. Das geht aus einer dem BT vorliegenden Beschlussvorlage für das Corona-Kabinett hervor.

Wo das Lager sein soll, blieb zunächst unklar

Die Lagerflächen in Muggensturm seien vom Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern angemietet und für Handdesinfektionsmittel vorgesehen, heißt es weiter. Die Frage, um welche Lagerflächen es sich handelt, konnten zunächst weder das Bundesgesundheitsministerium noch das Bundesinnenministerium beantworten. Auch im Muggensturmer Rathaus wusste man dies nicht.

Muggensturmer Firma war bereits im Frühling aktiv

Bis Ende 2021 soll die Nationale Gesundheitsreserve laut einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums vor allem mit bereits beschafften Produkten befüllt werden. Erst danach aus inländischer Produktion. Ein Monat Reserve soll immer vorgehalten werden. In der Tat ergaben BT-Recherchen, dass auch eine Muggensturmer Logistikfirma, die namentlich allerdings nicht genannt sein will, bereits im Frühjahr für den Bund Masken und Desinfektionsmittel im großen Stil eingelagert hat. Allerdings nicht nur in Muggensturm selbst, sondern auch an weiteren Firmenstandorten, unter anderem in der Pfalz.