Corona-Hilfetelefon wird gut angenommen

Rastatt (red) – Seit dem 23. März bekommen Hilfe suchende Bürger per Telefon oder E-Mail Rat in Sachen Corona (wir berichteten). Nun zieht die Stadtverwaltung Bilanz darüber, wie die Hilfe angenommen wird.

Im Austausch mit zahlreichen Ehrenamtlichen vermittelt die Stadtverwaltung Hilfe übers Telefon. Symbolfoto: Müller/dpa

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Im Austausch mit zahlreichen Ehrenamtlichen vermittelt die Stadtverwaltung Hilfe übers Telefon. Symbolfoto: Müller/dpa

Die Stadtverwaltung hat die beiden Anlaufstellen eingerichtet insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, die an Covid 19 erkrankt oder in häuslicher Quarantäne sind und die zudem nicht auf die Hilfe anderer zurückgreifen können. Das Angebot wurde positiv aufgenommen, stellt nach einer Woche Laufzeit Koordinatorin Susanne Detscher von der Stabsstelle Integration und Chancengleichheit fest. Die meisten Anrufer boten selbst Hilfe an – oder sie machten sich Sorgen über kranke oder hilfsbedürftige Nachbarn. Deutlich weniger häufig meldeten sich Hilfsbedürftige selbst, informiert die Verwaltung in einer Pressemitteilung.

Die städtischen Mitarbeiterinnen aus dem Fachbereich Jugend, Familie und Senioren, die am Telefon sitzen und die E-Mails beantworten, konnten in allen Fällen schnell weiterhelfen. So übermittelten sie Kontakte zu Initiativen, die Einkäufe erledigen. Oder sie schickten Kolleginnen des Sozialen Dienstes zu den Personen nach Hause, bei denen Anrufer eine Notlage beschrieben hatten.

Hilfetelefon von Montag bis Freitag erreichbar


Das Hilfetelefon ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr unter (0 72 22) 972 90 04 erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten zeichnet ein Anrufbeantworter eingehende Nachrichten auf. Alle Hilfegesuche und Hilfsangebote können auch per E-Mail an hilfetefon.corona@rastatt.de gerichtet werden.

Die Stadtverwaltung ist im Austausch mit zahlreichen Ehrenamtlichen, die während der Corona-Krise in der Nachbarschaftshilfe und der Unterstützung Hilfsbedürftiger aktiv sind. Ob Bürgervereine, Kirchengemeinde oder Initiativen: Die bürgerschaftliche Unterstützung wächst täglich. Über das Hilfetelefon kann Kontakt zu den Gruppen und Initiativen hergestellt werden. „Es ist toll und sehr beeindruckend, wie viele Menschen und Vereine schnell und unkompliziert die Initiative ergriffen haben und Hilfe anbieten. Dafür gebührt ihnen allen ein großes Dankeschön“, lobt Fachbereichsleiter Joachim Hils.

Wer Unterstützung beim Einkaufen braucht, kann sich auch direkt an folgende Adressen wenden:

•„Rastatt liefert“: (0 72 22) 97 33 16 (erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 Uhr); E-Mail: bestellung@ravolution.de. Infos: www.ravolution.de/corona-wir-starten-einkaufsservice/

• Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) Rastatt: (0 72 22) 92 01 02 (täglich von 10 bis 17 Uhr). E-Mail: info@igmgrastatt.de. www.igmgrastatt.de/nachbarschaft

• Junge Union: (0 72 22) 15 73 77. E-Mail: heid@ju-hardt.de; www.die-einkaufshelden.de

• In Niederbühl und Förch: KJG St. Laurentius, (01 57) 71 54 21 30 oder (01 76) 20 46 92 68 (erreichbar von Montag bis Freitag ab 9 Uhr)

• In Plittersdorf: KJG Plittersdorf, (01 57) 34 58 56 64 (8 bis 16 Uhr).

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Erstellt:
1. April 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

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