Distanz zum XXL-Wochenmarkt in Rastatt

Rastatt (fuv) – Dem Vorschlag, die Öffnungszeiten des Wochenmarkts auszuweiten, stehen die meisten Marktbeschicker ablehnend gegenüber.

Der Rastatter Wochenmarkt bietet stets ein buntes Bild. Wie beim Floristikstand von Dagmar Frittel (links). Foto: Vetter

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Der Rastatter Wochenmarkt bietet stets ein buntes Bild. Wie beim Floristikstand von Dagmar Frittel (links). Foto: Vetter

Von Frank Vetter

Der Wochenmarkt ist eine Institution in Rastatt. Dreimal wöchentlich stets vormittags bieten die Händler ihre Waren feil. Dies soll nach Meinung der meisten Marktbeschicker auch so bleiben, wie eine Umfrage des BT ergab.
Hintergrund ist ein Treffen einiger Markthändler mit den zuständigen Stellen im Rathaus zum Thema Öffnungszeiten und Belebung des Marktes. Dreimal in der Woche ist in Rastatt Markttag: Dienstag, Donnerstag und Samstag, jeweils ab 7 Uhr. Wochentags soll der Marktplatz um 14, samstags um 15 Uhr geräumt sein. Wer um 7 Uhr mit dem Verkauf beginnen möchte, der muss um 6 Uhr zum Aufbau seins Stands vor Ort sein. Sandra Velten ist noch früher unterwegs: Um 4 Uhr ist die Obst-und Gemüseverkäuferin schon in Karlsruhe auf dem Großmarkt, damit sie in Rastatt frische Waren anbieten kann. Während der Hauptsaison ist sie dreimal wöchentlich in der Barockstadt, in der Nebensaison nur donnerstags und samstags. Ideen, wie die Verlängerung an einem Tag bis 17 Uhr oder ein Abendmarkt, erteilt sie eine Absage; auch wegen der Mitarbeiter: „Für uns nicht machbar“, stellt sie fest. „Die Leute gehen am Vormittag auf den Markt“, sagt Ursula Sauter. Sie ist nach 42 Jahren eine Institution, kam bereits mit den Eltern. Seit über 70 Jahren kommen die Sauters nach Rastatt. Für die Beschickerin ist klar: die Öffnungszeiten nicht ändern. „Morgens um 7 ist bei uns die Hölle los“, beschreibt Landwirt Harald Hund aus Oberkirch den Kundenandrang an seinem Obst- und Gemüsestand vor der Stadtkirche. Das Einkaufsverhalten habe sich auch wegen der Berufstätigkeit vieler Frauen geändert. „Die kaufen halt auf dem Markt ein, bevor sie zur Arbeit gehen“, sagt Hund. Er gibt mit Blick auf längere Marktzeiten zu bedenken: „Da steckt viel Arbeit hintendran bei uns.“ Auch Hund sagt, die klassischen Markteinkaufszeiten seien am Vormittag; gerade samstags.

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Erstellt:
25. Juli 2020, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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