Elternbeiträge ausgesetzt

Bischweier (mak) – Die Gemeinde Bischweier erlässt die Elternbeiträge für das Kinderhaus „Regenbogen“ für die Monate April und Mai.

Für die Notbetreuung hat das Kindergartenteam ein Schutzkonzept mit entsprechenden Hygienemaßnahmen entwickelt. Symbolfoto: Skolimowska/dpa

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Für die Notbetreuung hat das Kindergartenteam ein Schutzkonzept mit entsprechenden Hygienemaßnahmen entwickelt. Symbolfoto: Skolimowska/dpa

Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Sollte die Schließung von Kitas über den Mai gesetzlich angeordnet werden, dann werden die Beiträge auch für die kommenden Monate ausgesetzt. Familien, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen, zahlen jedoch anteilig Entgelte für die Tage, an denen die Kinder in der Einrichtung waren – entsprechend ihrem Betreuungsvertrag, wie das Gremium weiter beschloss.

Der Einnahmeausfall durch die entgangenen Entgelte beläuft sich für die beiden Monate auf knapp 26 000 Euro. Die Pauschalzuweisungen des Landes in Höhe von 17 000 Euro pro Monat können auch anteilig zur Deckung dieses Ausfalls verwendet werden, erläuterte Bürgermeister Robert Wein, der darauf hinwies, dass Bischweier als eine der ersten Kommunen in der Region sofort entschieden habe, die Betreuungsgebühren für die gesamte coronabedingte Schließzeit auszusetzen. Die Pauschalzuweisungen des Landes Baden-Württemberg reichten jedoch nicht aus, um die anfallenden Kosten in allen Bereichen abzudecken, betonte der Rathauschef.

Im April befanden sich fünf Kinder in der Notbetreuung, durch die erweiterten Bestimmungen sind es nun rund 20, so die Sitzungsvorlage. Für Kindertageseinrichtungen gilt die Vorgabe, dass nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze belegt sein dürfen. Das Kinderhaus „Regenbogen“ kann 130 Kinder aufnehmen, davon 30 unter drei Jahren. Somit stünden 65 Plätze zur Verfügung, die Kapazitäten reichen also aktuell gut aus. „Wie lange diese Situation noch anhalten wird, können wir nicht abschätzen“, meinte Wein.

Das Kindergartenteam hat ein Schutzkonzept mit entsprechenden Hygienemaßnahmen entwickelt. Das bislang praktizierte offene Konzept ist derzeit nicht möglich, die Kinder werden festen Gruppen zugeordnet, erläuterte Verwaltungsmitarbeiterin Katharina Kimmich-Liebe.

Die Toiletten sind nun nach Gruppen getrennt, die Nutzung des Außengeländes erfolgt in getrennten Zeiträumen. Im direkten Kontakt mit den Kindern tragen die Erzieherinnen Gesichtsschilde. Eine weitere Schutzmaßnahme vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist, dass die Kinder direkt an der Tür in Empfang genommen werden. Die Eltern betreten die Einrichtung nicht.

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Erstellt:
11. Mai 2020, 18:00 Uhr
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