Endgültiges Aus für Geburtsstation in Rastatt

Rastatt (sie) – Die Geburtshilfe im Klinikum Rastatt steht vor dem Aus. Die große Mehrheit des Kreistags stimmte bei nur einer Gegenstimme für die endgültige Schließung des Standorts.

Keine Zukunft: Die Geburtshilfe im Klinikum Rastatt ist bereits seit März 2020 geschlossen. Jetzt steht fest, dass der Kreißsaal nicht wiedereröffnen wird. Foto: Hans-Jürgen Collet

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Keine Zukunft: Die Geburtshilfe im Klinikum Rastatt ist bereits seit März 2020 geschlossen. Jetzt steht fest, dass der Kreißsaal nicht wiedereröffnen wird. Foto: Hans-Jürgen Collet

Von Holger Siebnich

Der Eintrag „Rastatt“ als Geburtsort im Personalausweis wird künftig Seltenheitswert haben. Der Kreistag hat bei nur einer Gegenstimme beschlossen, die Geburtshilfe des Klinikums dauerhaft zu schließen. Die Station ist seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 nicht mehr in Betrieb gewesen. Jetzt kommt das endgültige Aus.
Das Gremium setzte damit den Schlusspunkt hinter eine Debatte, in deren Verlauf die Verantwortlichen des Klinikums Mittelbaden immer wieder beteuert hatten, die Schließung sei nur temporär. An dieser Kommunikation übten mehrere Kreisräte Kritik. Rastatts Bürgermeister Arne Pfirrmann (FW) sagte: „Die Gründe, die jetzt für die Schließung sprechen, sind die gleichen wie vor zwei Jahren.“ Mit etwas mehr Mut hätte man das auch schon damals sagen können. So habe der Prozess für viel Irritation gesorgt.

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