Es summt und brummt in Rastatt

Rastatt (red) – Nahezu unbemerkt sind rund 20.000 neue Bewohner in die Rastatter Innenstadt gezogen.

Wenn alles nach Plan läuft, kann Stadtimker Bernhard Unser bereits Ende Mai den ersten städtischen Honig ernten. Foto: Stadt Rastatt

© pr

Wenn alles nach Plan läuft, kann Stadtimker Bernhard Unser bereits Ende Mai den ersten städtischen Honig ernten. Foto: Stadt Rastatt

Ihr Quartier haben sie in zwei dreigeschossigen Holzhäusern auf dem begrünten Dach der Badner Halle aufgeschlagen. Apis mellifera lautet ihr lateinischer Name, den meisten Menschen dürften sie aber wohl eher als Honigbienen bekannt sein.
Mitten in der Stadt, in der Nähe der Murg, städtischen Parks und Gärten, finden die Nektarsammler beste Bedingungen vor. Wenn alles läuft wie geplant und sich die Bienen eingelebt haben, kann Stadtimker Bernhard Unser bereits Ende Mai den ersten Honig ernten, heißt es in der Mitteilung der städtischen Pressestelle.

Torsten von Appen, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, war auf Unser zugegangen mit der Idee, bald einen städtischen Honig anbieten zu können. „Urban Imkering, also städtisches Imkern, ist voll im Trend, und Rastatt macht mit!“, so von Appen, der sich schon jetzt auf den ersten Stadthonig freut. Ziel ist aber nicht nur die Produktion von leckerem Honig. Mit dem Engagement soll auch ein wichtiger Beitrag zur Stadtnatur und Biodiversität geleistet werden, heißt es in der Mitteilung.

Süße Aussichten

Hobby-Imker Unser, der auf seinen Streuobstwiesen zwischen Ottersdorf und Plittersdorf insgesamt 20 Bienenvölker betreut, geht davon aus, dass die Zahl der Stadtbienen in vier bis sechs Wochen auf bis zu 50.000 anwachsen wird. Dann läuft die Honigproduktion auf Hochtouren – vorausgesetzt die fleißigen Arbeiter werden nicht von der Varroamilbe befallen. „Die kleinen Parasiten sind die gefährlichsten Feinde der Bienen“, erklärt Unser. Er werde deshalb alle zehn Tage aufs Dach der Badner Halle steigen und seine Schützlinge untersuchen.

Und wie wird der Honig schmecken? Stadtimker Unser geht davon aus, dass es einen hellen Blütenhonig geben wird, der nach Akazien und Linden schmeckt. „Aber genau sagen kann man das vorher nicht“, so Unser.

Offen ist auch noch, wie der Stadthonig heißen soll. Deshalb ruft die Stadt alle Bürgerinnen und Bürger auf, kreative Namensvorschläge einzusenden, heißt es weiter. Die Einsender mit den drei besten Ideen erhalten RA³-Einkaufsgutscheine im Wert von je 25 Euro. Wer mitmachen will, sollte seine Ideen bis Freitag, 1. Mai, per E-Mail an stadtmarketing@rastatt.de schicken. Das Team der Wirtschaftsförderung, des Stadtmarketings und des Citymanagements werden die Einsendungen auswerten und die Gewinner schriftlich benachrichtigen, heißt es weiter.

Zum Artikel

Erstellt:
18. April 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.