Fieberambulanz in der Reithalle eingerichtet

Rastatt (red) – Nach mehreren anderen Kommunen richtet nun auch die Stadt Rastatt eine Fieberambulanz ein. In der Reithalle werden ab Mittwoch Patienten mit fieberhaften Infekten untersucht.

Fiebersprechstunde im Bürgersaal der Reithalle mit Dr. Thomas Rachel (rechts) und seinen Mitarbeiterinnen Christiane von Roth (links) und Hella Willert. Foto: Vetter

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Fiebersprechstunde im Bürgersaal der Reithalle mit Dr. Thomas Rachel (rechts) und seinen Mitarbeiterinnen Christiane von Roth (links) und Hella Willert. Foto: Vetter

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass Ärzte aus Rastatt täglich von 14 bis 17 Uhr Untersuchungen vornehmen werden. Die Anlaufstelle wird von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt. Eingerichtet ist die Fieberambulanz im Bürgersaal. Für die Untersuchung und Beratung der Patienten stehen Ärzte bereit, die sich freiwillig gemeldet haben und den Dienst reihum verrichten werden. Die Fieberambulanz ist keine Corona-Ambulanz, in der standardmäßig die entsprechenden Tests gemacht werden. Vielmehr ist sie eher eine Vorstufe, um Patienten mit Symptomen zu untersuchen, den Krankheitsstatus zu erfassen und dadurch auch die Hausarztpraxen zu entlasten. Wer unter einem fieberhaften Infekt leidet und die Fieberambulanz aufsuchen möchte, sollte vorher den Hausarzt kontaktieren, um dort eine Anmeldenummer zu erhalten. Patienten werden überdies gebeten, zur Ambulanz einen Kugelschreiber und nach Möglichkeit auch eine Schutzmaske mitzubringen. Gehbehinderte Patienten, die auf ein Auto angewiesen sind, können den Zugang über die Straße Am Schlossplatz wählen; die Schranke ist während der Öffnungszeiten der Ambulanz offen.

Vier Patienten zum Auftakt

„Der Sinn der Ambulanz ist es, Fieberpatienten von den Praxen fernzuhalten und so im Falle eine Corona-Infektion, eine Ansteckung schlimmstenfalls der ganzen Praxis zu verhindern“, erläuterte Dr. Thomas Rachel gestern Nachmittag. Der Internist ist einer von zehn Rastatter Medizinern, die auf Initiative der Allgemeinärztin Kathrin Haag die Ambulanz auf die Beine gestellt haben.

Bei hinreichendem Verdacht kann bereits in der Ambulanz auch ein Abstrich genommen werden. Allerdings: „Das entscheidet alleine der Arzt“, betont Thomas Rachel. Patienten können in der Fieberambulanz außerdem Rezepte erhalten und krankgeschrieben werden. Zum Auftakt gestern nahmen bis 16 Uhr nur vier Patienten das neue Angebot in der Reithalle wahr. Das sei in der Anlaufphase jedoch normal, urteilt Rachel im Hinblick auf entsprechende Erfahrungen in anderen Gemeinden.

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Erstellt:
1. April 2020, 12:30 Uhr
Aktualisiert:
2. April 2020, 13:14 Uhr
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