Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Konzert für Herz und Seele

Rastatt (rw) – Die Veranstaltung „Musik für die Seele“ in der Herz-Jesu-Kirche hat sich erneut als Publikumsmagnet erwiesen.

In der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche im Münchfeld treten Ralf Dickerhof, Rainer Markus Wimmer und Pete Tex (von links) zum Erfolgs-Benefizkonzert an. Foto: Wollenschneider

© rw

In der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche im Münchfeld treten Ralf Dickerhof, Rainer Markus Wimmer und Pete Tex (von links) zum Erfolgs-Benefizkonzert an. Foto: Wollenschneider

Von Rainer Wollenschneider

Im September 2018 wurde die Veranstaltung „Musik für die Seele“ mit Pete Tex und Pfarrer Ralf Dickerhof zum Publikumsmagneten, und der Wunsch nach einer Fortsetzung war groß. So nahm man den Karlsruher Liedermacher Rainer Markus Wimmer mit ins Boot und servierte ein Benefizkonzert in der Herz-Jesu-Kirche für ein Hospital-Projekt in West-Kamerun nach Maß.

Die Räumlichkeiten der Herz-Jesu-Kirche waren in zwei Ebenen restlos gefüllt, und man blickte zum offiziellen Ende der Weihnachtszeit an Maria Lichtmess auf zwei Weihnachtsbäume und die Krippe. Während sich Pfarrer Dickerhof bei seinem Vortrag mit einem modernen Gleichnis, dem Verständnis für behinderte Mitmenschen und einem Gebet zur Toleranz mit Kerzenlicht beim Lesen behalf, verharrten die beiden Musiker im Dunkel des vorderen Altarraums. Pete Tex und Rainer Wimmer erreichten dadurch die volle Konzentration auf das gesprochene Wort und die gebotenen Musikstücke.

Der Karlsruher Liedermacher präsentierte, hinhörenswert begleitet mit seiner akustischen Gitarre, zunächst zwei Eigenkompositionen. Bei „Im Großen und Ganzen“ machte Wimmer poetisch klar, dass der Mensch nur ein Sandkorn des Universums ist. „Ich sehe in dir“, war dann eine anrührende Hommage eines Opas für seinen Enkel betitelt. Nach dem vertonten Gedicht von Michael Ende „Lied von der Anderwelt“ hätte man sich noch mehr von Wimmer und seinen musikalischen Botschaften gewünscht.

Den eigentlichen Kern des Benefizkonzerts lieferte mit Klarinette sowie Sopran- und Tenorsaxofon der Rastatter Magier dieser Instrumente, Pete Tex. Dass das Publikum nach seinen über einem Dutzend musikalischen Vorträgen wie auf Kommando zu stehenden Ovationen aufsprang, sprach dann für sich.

Wiedersehen am 28. März

Der „Einheit von Leib, Seele und Geist etwas Gutes tun“ hatte Pfarrer Dickerhof in seinen einführenden Worten angekündigt, und Pete Tex lieferte dies. Zu seinen passenden erklärenden Worten aus dem Bühnendunkel lief Musik zum Abschalten, auch Meditieren und Träumen ab. Dazu gehörte der klagende Ton der Klarinette bei „Aria“, „To a wild Rose“ und die Eigenkomposition „Hirtenruf“ von Pete Tex.

Da wurde Duke Ellingtons „Creole love call“ zu einem jazzigen Exkurs, eigentlich für drei Klarinetten geschrieben, den Pete Tex meisterlich auf eine reduzierte. Auch sein Griff zum Sopransaxofon mit „Amazing Grace“, „Dona Dona“ mit Saalchor im Refrain oder die Sehnsuchtsmelodie „Somewhere“ nach Leonard Bernstein ließ das Publikum in andere Sphären entschweben. Gefangen von der Klangwelt des Pete Tex wurde man auch bei Dvoraks „Largo“ und seiner Eigenkomposition „Musik für die Seele“.

Natürlich lieferte „Mr. Saxofon“ seinem begeisterten Publikum Belege auf seinem Paradeinstrument. Bei den Stücken mit dem Tenorsaxofon „Adagio from secret Garden“ und „Mimi“ schmolz es spürbar nur so dahin. Endgültig war der Erfolg des Musik-Worte-Seele-Konzerts manifestiert, als Leonhard Cohens „Hallelujah“ und der Welthit von Pete Tex „Slow Motion“ zelebriert wurden.

Ein Wiedersehen mit Pete Tex gibt es am 28. März in der Badner Halle, wenn er mit Gaby Albrecht bei einer „Frühlingsgala“ auftritt.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Februar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.