Großer Ansturm auf Friseursalons

Rastatt (stn) – Waschen, Schneiden, Föhnen und Färben, darauf musste aufgrund der Corona-Verordnung in den vergangenen sechs Wochen verzichtet werden. Seit Montag dürfen Friseure wieder öffnen, wenn auch unter strengen Hygieneauflagen. Die Folge: ein wahrer Ansturm auf die örtlichen Friseursalons und lange Schlangen vor manchen Friseurgeschäften.

Sercan Bayram (rechts) verpasst Matteo Fusaro einen flotten Haarschnitt. Fotos: Strupp

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Sercan Bayram (rechts) verpasst Matteo Fusaro einen flotten Haarschnitt. Fotos: Strupp

Von Nora Strupp

„Wir haben uns so sehr darüber gefreut, dass wir wieder öffnen dürfen“, berichtet Michaela Chiriac, Salonleiterin bei C&M. Am Samstag sei alles geputzt und das Desinfektionsmittel für die Kunden aufgestellt worden. Doch der Stress macht ihr sichtlich zu schaffen. „Man kann nicht richtig arbeiten. Alle zwei Minuten muss man ans Telefon.“ Wem es gelungen ist, einen der heiß begehrten Termine beim Friseur seines Vertrauens zu ergattern, muss sich vor Ort jedoch an strenge Regeln halten. Bei C&M etwa steht im Wartebereich Desinfektionsmittel für die Kunden bereit, daneben die deutliche Botschaft: „Mit Betreten des Salons müssen die Hände desinfiziert werden. Eine Selbstauskunft muss ausgefüllt werden, um im Fall einer Infektion Erreichbarkeit zu gewährleisten. Sollte diese nicht ausgefüllt werden, wird die Bedienung verweigert und Sie werden des Salons verwiesen.“ Außerdem werden bei C&M pro Besuch drei Euro Kostenbeitrag für Hygiene- und Schutzmaßnahmen berechnet. „Maximal sieben Mitarbeiter und maximal sieben Kunden dürfen sich zur selben Zeit im Geschäft aufhalten“, erläutert Chiriac. Eine dieser Kundinnen ist Annetta Stefaniak. Sie erhält „das volle Programm“, wie sie selbst sagt, also Waschen, Schneiden, Färben. Voraussetzung, dass man in den Genuss eines Rundum-sorglos-Pakets kommt: Das ständige Tragen einer Mund-Nasen-Maske. Für Stefaniak ist das kein Problem. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt“, meint sie. Auch ansonsten läuft so ein Friseurbesuch seit gestern anders ab als sonst. „Man bekommt nichts zu trinken und keine Zeitschriften“, berichtet sie. „Aber man hat ja sein Handy. Und etwas zu trinken habe ich mir einfach selbst mitgebracht.“

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Erstellt:
5. Mai 2020, 11:15 Uhr
Lesedauer:
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