Hilfe am Telefon

Rastatt (red) – Die Suchtberatungsstelle in Rastatt hält auch in Zeiten von Corona ein Hilfsangebot für suchtkranke und suchtgefährdete Menschen und deren Angehörigen aufrecht – allerdings überwiegend am Telefon.

Gerade wer jetzt einsam zu Hause sitzt, könnte in Versuchung geraten, zur Flasche zu greifen. Die Suchtberatung ist trotz Krise für ihre Klienten da. Foto: Ingo Wagner/dpa

© picture alliance / dpa

Gerade wer jetzt einsam zu Hause sitzt, könnte in Versuchung geraten, zur Flasche zu greifen. Die Suchtberatung ist trotz Krise für ihre Klienten da. Foto: Ingo Wagner/dpa

Zur Unterstützung suchtkranker und suchtgefährdeter Menschen und deren Angehörigen bietet die Fachstelle Rastatt mit ihrer Außenstelle in Gernsbach weiterhin an jedem Werktag zu den bisherigen Öffnungszeiten Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten an. Allerdings werden diese zur Eindämmung des Infektionsrisikos überwiegend nur telefonisch durchgeführt.
„Ziel ist es, konsequent Infektionswege zu vermeiden, um die Mitarbeiter und die Klienten zu schützen, und dennoch das ambulante Hilfsangebot für Betroffene soweit als möglich fortzuführen“, informiert Diplom-Psychologe Wolfgang Langer, Leiter der Fachstellen Sucht in Rastatt und Baden-Baden. Die bisherigen Präsenzzeiten werden dabei in telefonische Präsenzzeiten umgewandelt. Auch die Offene Sprechstunde am Mittwochnachmittag von 15 bis 17.30 Uhr findet in Form einer Telefonsprechstunde statt.

Ausnahmen nur im Notfall

Während der Präsenzzeiten sind in der Regel stets zwei Mitarbeiter anwesend. Bereits seit Freitag vergangener Woche werden Ratsuchende auf das telefonische Kontaktangebot verwiesen. „Bisher wurde diese Form der Beratung von unserer Klientel sehr gut angenommen“, betont Fachstellenleiter Langer. Es könne jedoch aufgrund der starken Nachfrage zu Wartezeiten kommen. In jedem Fall werde jedoch zu einem vereinbarten Zeitpunkt ein Rückruf durch die zuständigen Therapeuten erfolgen. In besonders kritischen Ausnahmefällen seien ausnahmsweise auch noch persönliche Kontakte in der Fachstelle möglich. Diese sollten jedoch möglichst vorher telefonisch abgestimmt und auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Neben der Möglichkeit zum telefonischen Beratungskontakt während der Offenen Sprechstunde können Telefontermine zu den folgenden Präsenzzeiten vereinbart werden: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, mittwochs bis 18 Uhr.

Zum Artikel

Erstellt:
26. März 2020, 15:03 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.