Hilfe für Schwanenpaar

Hügelsheim (fuv) – Im vergangenen Jahr hat Vogelexperte Pierre Fingermann gleich mehrere Rettungsaktionen für Schwanennester organisiert, die durch den Starkregen und das damit verbundene Hochwasser bedroht waren. Gestern nun stand eine andere Sicherungsaktion an.

Gefahr erkannt: Pierre und Kevin Fingermann verlegen das Nest, das zu nah an der Rheinuferstraße liegt. Foto: Vetter

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Gefahr erkannt: Pierre und Kevin Fingermann verlegen das Nest, das zu nah an der Rheinuferstraße liegt. Foto: Vetter

Direkt an der Rheinuferstraße bei Hügelsheim, in Höhe der „Mosquito-Strandbar“, hat sich ein Schwanenpaar einen Nistplatz ausgeguckt. Die Großvögel wechseln nun vom Kanal am Fuße des Rheindamms zu ihrem Nistplatz. Dabei überqueren sie die Rheinuferstraße, was nicht ungefährlich ist.

Darüber informiert, entfernte Fingermann vergangene Woche das gefährlich nah an der Straße begonnene Nest. Offenbar gefällt dem Schwanenpaar der Nistplatz jedoch so gut, dass es dort einfach wieder anfing, ein Nest zu bauen. Fingermann vermutet, dass die Tiere die Abfälle vom Heckenschnitt am Zaun zum Badesee als ideales Baumaterial ansehen. Auch ein zweites begonnenes Nest hat Fingermann entfernt, es nutzte nichts.

Nun hatte das Weibchen bereits ein Ei ins Nest gelegt, aber auch angefangen, am Kanalufer ein neues Nest zu bauen. Dorthin haben Pierre und sein Enkel Kevin nun Stroh und anderes Baumaterial hingelegt, um die Schwäne dort zu halten. Zwischen Leitplanke und Grasnarbe entlang der Straße brachte der Hügelsheimer Bauhof gestern eine Amphibiensperre an. So hoffen die Tierschützer nun, die Schwäne von der Überquerung der Straße abhalten. Der bei ihnen so beliebte Nistplatz ist mit einer Bauabsperrung versehen worden. Das bereits gelegte Ei hat Fingermann in den Brutkasten gelegt. „Mal schauen, vielleicht wird es ja was“, sagt er.

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Erstellt:
15. April 2020, 13:00 Uhr
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