Hunde von Strömung in Altrhein mitgerissen

Au am Rhein (red) – Drei Hunde sind am Dienstag beim Schwimmen im Altrhein von der Strömung mitgerissen und durch eine Durchlassröhre getrieben worden. Zwei davon blieben vermutlich stecken und konnten trotz Großeinsatz der Feuerwehr nicht gerettet werden.

Hunde von Strömung in Altrhein mitgerissen

Auch bei Nachteinbruch konnten die Hunde noch nicht geborgen werden. Foto: Einsatz-Report24

Ein Notruf mit der Alarmmeldung „Tierrettung, Hunde treiben im Altrhein“ erreichte die Feuerwehr Rheinstetten am Dienstag um 21.10 Uhr. Die Einsatzstelle befand sich tief im verzweigten Altrhein-Flusssystem zwischen Neuburgweier und Au am Rhein. Vor Ort stellte sich die Situation deutlich dramatischer dar, wie es in einer Mitteilung der Feuerwehr Rheinstetten heißt.

Drei von sechs Hunden waren bei der abendlichen Gassi-Runde in der Nähe einer Brücke über den Althreinarm in das Wasser gesprungen. Aufgrund des hohen Wasserstandes sind im Bereich der Durchlassbauwerke aktuell besonders starke Strömungen.

Unter Wasser gezogen

Durch die starke Strömung wurden die drei Hunde unter Wasser und in eine der fünf Durchlassungen, die alle aufgrund des aktuellen Pegels knapp unterhalb der Wasseroberfläche liegen, gezogen. Nur einer der drei Hunde kam auf der anderen Seite wieder zum Vorschein. Die anderen beiden blieben verschwunden und wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Die Feuerwehr Rheinstetten und die Feuerwehr Au am Rhein ließen mehrere Feuerwehrboote in den Rhein und suchten die Unglücksstelle ab. Als nächstes wurde, mit einem großen Kunststofffass gesichert an Leinen, versucht, die Durchlassröhren zu durchfahren. So sollten eventuelle Hindernisse in den Röhren gelöst und die Tiere eventuell noch gerettet werden. Bei einer Röhre gelang dies aufgrund einer Blockade nicht. Aktuell geht die Feuerwehr davon aus, dass sich genau in dieser Röhre auch die beiden Hunde befinden und am Treibholz hängen geblieben sind.

Tauchereinsatz unmöglich

Wegen des Wasserpegels und der starken Strömung war ein Einsatz von Tauchern oder Rettungsschwimmern innerhalb des Bauwerks nicht möglich. „Da war nichts mehr zu machen. Die Strömung war zu stark“ berichtet der Stationsleiter der Wasserschutzpolizei Karlsruhe auf BT-Nachfrage. Der Einsatz musste kurz vor 23 Uhr erfolglos abgebrochen werden. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die zwei in das Bauwerk gezogenen Hunde dort ertrunken sind.

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