Klinikum gibt Martha-Jäger-Haus auf

Rastatt (ema) – Das Klinikum Mittelbaden wird nun doch nicht das Martha-Jäger-Haus modernisieren. Das Vorhaben lässt sich nicht wie angekündigt umsetzen.

Die Tage des Martha-Jäger-Hauses in Rastatt sind gezählt. Foto: Frank Vetter

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Die Tage des Martha-Jäger-Hauses in Rastatt sind gezählt. Foto: Frank Vetter

Von Egbert Mauderer

Das Klinikum Mittelbaden hat sich offenbar bei der Übernahme des Martha-Jäger-Hauses in Rastatt verhoben. Der Rastatter Gemeinderat hat jetzt in nichtöffentlicher Sitzung entschieden, dass auf Wunsch des Klinikums der Pachtvertrag über das Pflegeheim vorzeitig Mitte 2021 beendet wird.
Noch vor zwei Jahren war von großen Plänen des Klinikums die Rede, im Gemeinderat sprach man gar von einem „Glücksfall“ angesichts des neuen Betreibers. Das Klinikum übernahm das städtische Alten- und Pflegeheim im Herzen der Stadt zum 1. Januar 2019, pachtete das Gebäude und wollte bis Mitte 2021 ein bauliches Konzept vorlegen, um das marode Gebäude zukunftssicher zu machen. Nach einem Umbau sollte die Zahl der Plätze von 161 auf rund 90 reduziert werden; ins Gespräch brachte man ergänzende Pflegeangebote, Schulungs- und Veranstaltungsräume sowie Büros und Personalwohnungen. Ursprünglich sollte der vor zwei Jahren geschlossene Pachtvertrag mit dem Klinikum Mittelbaden bis Mitte 2024 dauern. In diesem Zeitraum wollten sich beide Seiten auch über Kauf oder Erbpacht des Areals verständigen, um eine langfristige Überlassung an das Klinikum zu ermöglichen.

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