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Leitstelle nimmt Betrieb auf

Rastatt (red) – Nach dreiwöchigem Testbetrieb ist jetzt der offizielle Startschuss für den Betrieb der bereichsübergreifenden Integrierten Leitstelle für die Region im Landratsamt Rastatt erfolgt.

In der umgebauten Leitstelle laufen nun alle Notrufe für Rettungsdienste und Feuerwehr zusammen. Foto: Landratsamt

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In der umgebauten Leitstelle laufen nun alle Notrufe für Rettungsdienste und Feuerwehr zusammen. Foto: Landratsamt

„Durch die Umsetzung der bereichsübergreifenden Integrierten Leitstelle (ILS) in Mittelbaden werden die Schnittstellen und Informationsverluste reduziert sowie Alarmierungs- und Einsatzzeiten optimiert“, freuen sich die Landrat Toni Huber und Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen zusammen mit dem Vorstand des DRK-Kreisverbandes Bühl-Achern, Felix Brenneisen. Gut zwei Jahre dauerte es von der Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung im Januar 2018 bis zur endgültigen Inbetriebnahme. Landrat Toni Huber begrüßt die neue Ära bei der kreisübergreifenden Einsatzplanung von Rettungswesen und Feuerwehr für insgesamt rund 300.000 Menschen als wichtige Zäsur in der interkommunalen Zusammenarbeit. Auch Oberbürgermeisterin Margret Mergen wertet es als starken zukunftsträchtigen Schritt für Mittelbaden, dass mit der Feuerwehr Baden-Baden nun alle Glieder des Rettungswesens in der gemeinsamen Integrierten Leitstelle vereint sind. Aus der Sicht des DRK-Kreisverbandes Bühl-Achern ist die fusionierte Leitstelle ein weiterer Meilenstein auf einem Weg, der mit ersten Gesprächen 1996/97 begann und in dessen Verlauf einige Hürden wie die Standortfrage aber auch die Investitionskosten durch die unterschiedliche Förderung des Landes standen. „Die Einrichtung der Integrierten Leitstelle ist das erfolgreiche Ergebnis der Zusammenarbeit von allen Beteiligten und der Schaffung neuer, zukunftsweisender Strukturen“, so Felix Brenneisen.

Bis zu 700 Anrufe pro Tag erwartet

Bis 2009 wurden die Rettungsdienste vom DRK-Kreisverband Bühl-Achern über die Rettungsleitstelle in Bühl koordiniert, die Feuerwehreinsätze jeweils in ihren Leitstellen in Rastatt und Baden-Baden. Die im Landratsamtsneubau damals geschaffene Integrierte Leitstelle vereinte dann alle Einsatzstellen mit Ausnahme der Feuerwehr Baden-Baden, die eigenständig blieb. Mit dem aktuellen Aufgabenzuwachs nehmen auch die Anforderungen in der bereichs-übergreifenden Leitstelle zu. Kreisbrandmeister Heiko Schäfer geht davon aus, dass sich die Anzahl der bislang etwa 400 bis 500 Anrufe am Tag auf bis zu 700 erhöhen wird, die Notrufe, Vermittlungen oder sonstige Hilfeersuchen umfassen.

Personalpool umfasst 40 Mitarbeiter

Die ILS wird im Regelbetrieb künftig in Zeiten mit erhöhtem Anruf- und Einsatzaufkommen mit bis zu fünf Disponenten gleichzeitig besetzt sein. Der hierfür erforderliche Personalpool umfasst insgesamt 40 Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes Bühl-Achern, des Landratsamtes und der Feuerwehr Baden-Baden. Bisher waren es drei Disponenten in Spitzenzeiten aus einem Personalpool von 25 Mitarbeitern. „Gerade in diesen Zeiten der Corona-Pandemie und einer deutlich höheren Frequentierung zeigt sich bereits, dass sich eine starke gemeinsame Leitstelle bewährt. Was die Mitarbeiter hier aktuell leisten, verdient großen Respekt“, versichern gleichermaßen Brenneisen und Schäfer.

Die vorgesehene offizielle Einweihung der Leitstelle Mittelbaden mit Vorstellung der Räumlichkeiten muss wegen der Corona-Pandemie entfallen.


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