Mann bei Gefahrgutunfall in Malsch verletzt

Malsch (red) – Ein Lagermitarbeiter einer Spedition im Malscher Gewerbegebiet hat am Mittwoch vermutlich gefährliche Dämpfe eingeatmet und musste mit einer leichten Atemwegsreizung ins Krankenhaus.

Feuerwehrkräfte überprüfen in Malsch die Lkw-Ladung auf beschädigte Gefahrgut-Gebinde und Ladungsträger. Foto: Aaron Klewer/Einsatz-Report24

© Aaron Klewer

Feuerwehrkräfte überprüfen in Malsch die Lkw-Ladung auf beschädigte Gefahrgut-Gebinde und Ladungsträger. Foto: Aaron Klewer/Einsatz-Report24

Ein mit Gefahrgut beladener Sattelzug hat am Mittwoch an einer Straßenkreuzung verkehrsbedingt stark abbremsen müssen. Die Auswirkungen dieser Vollbremsung zeigten sich erst beim Entladen der Ladung bei einer Spedition im Malscher Gewerbegebiet. Einzelne Gefahrgut-Gebinde waren bei der Bremsung beschädigt worden und hatten die gesamte Lkw-Ladefläche verunreinigt. Ein Lagerarbeiter atmete vermutlich gefährliche Dämpfe ein, teilt der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Karlsruhe in einem Einsatzbericht auf seiner Homepage mit. Der Mann wurde demnach mit einer leichten Atemwegsreizung in eine Karlsruher Klinik eingeliefert.

Die Malscher Feuerwehr war unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Gernot Schneider mit neun Feuerwehrfahrzeugen und 37 Einsatzkräften aus allen Abteilungen im Einsatz. Sie sperrten den Bereich ab und erkundeten die Stoffdaten des Gefahrguts. Weitere Maßnahmen wurden durch den ebenfalls alarmierten Gefahrgutzug Karlsruhe-Land Süd mit 21 Kräften aus Ettlingen und Rheinstetten eingeleitet. Chemiefachberater Dr. Olaf Häßler erkundete und beurteilte laut dem Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe das Schadensausmaß. Er empfahl, die gesamte Lkw-Ladung zu überprüfen und beschädigte Gebinde in Auffangbehältern zu sichern.

60 Liter leicht ätzende Flüssigkeit ausgetreten

Mehrere mit Schutzkleidung ausgerüstete Feuerwehrangehörigen entluden daraufhin mit einem Gabelstapler die gesamte Landung des Sattelzuges und sortierten die havarierte Ladung nach beschädigten und unbeschädigten Teilen. Dabei stellte die Feuerwehr neun beschädigte Gebinde fest und sicherte diese. Von der leicht ätzenden Flüssigkeit sind laut Wehr 60 Liter ausgetreten. Diese wurden mit Chemikalienbindemittel gebunden und in Behältern gesichert. Ergänzend zum Gefahrgutzug wurde auch ein ABC-Erkundungsfahrzeug aus Bretten zur Einsatzstelle beordert.

Die Polizei war laut dem Einsatzbericht der Feuerwehr mit zwei Streifenwagenbesatzungen an der Einsatzstelle. Ein Bild über das Ausmaß des Schadens und über die Arbeit der eingesetzten Kräfte machte sich auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Dominik Wolf. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarztwagen und der Bereitschaft Malsch mit insgesamt elf Kräften im Einsatz.

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