Notbetreuung in Kitas wird erweitert

Rastatt (red) – Trotz vorsichtiger Lockerung der Corona-Maßnahmen bleiben Kindergärten weiterhin geschlossen. Gleichzeitig wird ab 27. April die Notbetreuung in Kitas erweitert. Auch Alleinerziehende oder Eltern mit Präsenzpflicht am Arbeitsplatz können nun eine Notbetreuung für ihre Kinder beantragen.

Die Betreuung soll möglichst in Kleinstgruppen und in getrennten Räumen stattfinden. Symbolfoto: Klose/dpa

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Die Betreuung soll möglichst in Kleinstgruppen und in getrennten Räumen stattfinden. Symbolfoto: Klose/dpa

In Rastatt werden ab Montag statt der üblichen 574 Kinder nun insgesamt 143 Mädchen und Jungen in den vier städtischen Kitas notbetreut, informiert die Stadtverwaltung.

Die pädagogischen Fachkräfte waren auf Eltern zugegangen und hatten telefonisch abgefragt, inwieweit Bedarf an einem Notfallplatz besteht und ob die Kriterien erfüllt werden. Neu ist, dass nicht nur Kinder, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiten, Anspruch auf Notbetreuung haben, sondern grundsätzlich Kinder, bei denen beide Erziehungsberechtigte oder der Alleinerziehende einen außerhalb der Wohnung präsenzpflichtigen Beruf ausüben und bei ihrem Arbeitgeber nachweislich als unabkömmlich gelten. Weitere Bedingung: Diese Eltern können innerhalb der Familie oder anderweitig keine Betreuung finden. Für Eltern von 143 Kindern treffen diese Kriterien zu; sie haben zugleich Bedarf angemeldet. Die Notbetreuung findet wie bisher in der jeweiligen Einrichtung statt, die das Kind bereits besucht.

In der Kinderschule Amalie Struve und in Ottersdorf werden ab Montag jeweils 27 Kinder, in der Kindertagesstätte Biber 41 betreut. In Rheinau-Nord wurde für 62 Kinder der Bedarf einer Notbetreuung angemeldet. Damit ist bei der Kita Rheinau-Nord bereits jetzt die Kapazitätsgrenze erreicht. Denn laut Kultusministerium dürfen maximal 50 Prozent der regulären Kita-Plätze in einer Einrichtung als Notbetreuungsplätze vergeben werden. Melden in den kommenden Tagen weitere Eltern Bedarf in der Kita Rheinau-Nord, werden diese in der Kita Biber betreut, wo derzeit noch 37 weitere Notbetreuungsplätze zur Verfügung stehen. Betreuungskapazitäten gibt es zudem noch in Amalie Struve mit insgesamt 86 Notbetreuungsplätzen und Ottersdorf mit 52 Plätzen.

Betreuung in Kleinstgruppen


Das Notbetreuungskonzept des Fachbereichs Jugend, Familie und Senioren sieht vor, dass die Betreuung möglichst in Kleinstgruppen und in getrennten Räumen stattfindet. Im Krippenalter ist die Zahl der Kinder in einer Gruppe auf fünf beschränkt, bei den über Dreijährigen wird eine Maximalzahl von acht Kindern angestrebt. Jede Gruppe wird von zwei pädagogischen Fachkräften begleitet. Die Erzieherinnen werden zudem Schutzmasken tragen. Um die Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus zu reduzieren, werden die pädagogischen Fachkräfte darauf achten, dass die Gruppen unter sich bleiben und sich die Kinder auch im Außenbereich möglichst nicht begegnen. Zudem wird die Bring- und Abholzeit klar geregelt. So werden Eltern je Betreuungsgruppe nur einzeln zur Abholung in die jeweilige Einrichtung gelassen.

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Erstellt:
24. April 2020, 15:00 Uhr
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