Rastatter Gesundheitsamt überlastet

Rastatt (red) – Das für den Land- und Stadtkreis zuständige Gesundheitsamt ist aufgrund der steigenden Infektionszahlen überlastet und kann erst mit Zeitverzug Kontakt mit Infizierten aufnehmen.

Ab kommender Woche sollen Soldaten im Rastatter Landratsamt bei der Bewältigung der Corona-Pandemie aushelfen. Symbolfoto: Jochen Denker/Archiv

Ab kommender Woche sollen Soldaten im Rastatter Landratsamt bei der Bewältigung der Corona-Pandemie aushelfen. Symbolfoto: Jochen Denker/Archiv

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Rastatt kann derzeit nur verzögert Kontakt zu infizierten Personen aufnehmen. Grund dafür ist der starke Arbeitsanfall wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen verbunden mit der sehr aufwendigen Kontaktverfolgung, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Sozialdezernent Stefan Biehl bittet darum, dass sich positiv auf das Coronavirus getestete und von ihrem Arzt darüber informierte Personen in häusliche Quarantäne begeben und auf eine Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt warten. „Es ist nicht sinnvoll, im Gesundheitsamt anzurufen und nachzufragen, da die einzelnen Fälle sukzessive abgearbeitet werden müssen“, erklärt Dezernent Biehl. Jeder Anruf verzögere die Arbeit im Gesundheitsamt weiter.

Soldaten sollen aushelfen

Wegen des enormen Arbeitsanfalls haben sich bereits jetzt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts aus nahezu allen Ämtern zur Aushilfe im Gesundheitsamt bereit erklärt. Weitere Kräfte wurden befristet eingestellt. Außerdem wird die Bundeswehr ab der nächsten Woche mit Soldaten aushelfen.

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Erstellt:
23. Oktober 2020, 14:15 Uhr
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