Rastatter Kunstpreis für Jasmin Schmidt

Rastatt (red) – Er ist mit 8000 Euro dotiert, und die Direktoren von Kunstakademien und Kunsthochschulen Deutschlands können herausragende Absolventen dafür vorschlagen: Der Rastatter Kunstpreis. Nun wird er zum zweiten Mal vergeben. Gewinnerin ist Jasmin Schmidt aus Nürnberg.

Bildausschnitt aus dem Werk der ersten Kunstpreisgewinnerin 2018, Paula Förster. Zu sehen ist es in der Schlossgalerie. Foto: fuv/Archiv

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Bildausschnitt aus dem Werk der ersten Kunstpreisgewinnerin 2018, Paula Förster. Zu sehen ist es in der Schlossgalerie. Foto: fuv/Archiv

Die Gewinnerin des Rastatter Kunstpreises 2020 steht fest. Jasmin Schmidt, Absolventin der Kunstakademie Nürnberg, hat mit ihrem Entwurf „Favorite Vessels“ die Jury überzeugt. Zum zweiten Mal wird damit der vom Rastatter Kunstverein und der Stadt ausgelobte und in Zusammenarbeit mit der Schlossgalerie durchgeführte Kunstpreis vergeben. Die Jury, bestehend aus Bürgermeister Arne Pfirrmann und Galerieleiter Peter Hank, Jörn Kausch und Manfred Emmenegger-Kanzler vom Kunstverein sowie Claudia Pickert-Schneider (Schlossgalerie), traf die Wahl laut Mitteilung der städtischen Pressestelle einvernehmlich aus einem Feld von 16 Bewerbern.

Den erstmals im Jahr 2018 ausgelobten und mit 8 000 Euro dotierten Kunstpreis hatte Paula Förster gewonnen. Damit verbunden ist eine temporäre Gestaltung einer Wand im obersten Stock der Schlossgalerie. Försters Arbeit ist dort voraussichtlich noch bis Juni zu sehen. Wenn es die Umstände zulassen, soll das neue Siegerwerk noch vor der Sommerpause installiert werden.

Der Entwurf von Jasmin Schmidt besteche durch die Klarheit des künstlerischen Ausdrucks und durch den Ortsbezug, den sie mit ihrer Arbeit herstelle, so die Jury. Unter dem Titel „Favorite Vessels“ zeigt die Künstlerin fünf Vasen im Überformat, die aus unterschiedlichen Textilen ausgeschnitten und in überwiegend schwarz gehaltenen Farbtönen bemalt sind. Die in sich wechselnden Formen der Gefäße nehmen direkt Bezug auf die schwarzen Porzellan-Vasen der Sammlung von Schloss Favorite, worauf der Titel der Arbeit auch anspielt. Die einzeln präsentierten und dennoch relativ zueinanderstehenden Gefäßformen, die für sich genommen die Ambivalenz von innerer Leere und äußerer Fülle demonstrieren, bieten in ihrer schwarzen Dominanz einen ästhetischen Kontrast zum weißen, lichtdurchfluteten Obergeschoss der Schlossgalerie. In formaler Hinsicht zeigen sie ein gelungenes Wechselspiel zwischen dem Architekturumfeld und der Vasenstruktur, lautet das Urteil der Jury.

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Erstellt:
9. April 2020, 15:18 Uhr
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