Rastatter Wärmenetz wächst weiter

Rastatt (red) - Das Rastatter Wärmenetz wird ausgebaut. Die Arbeiten dafür starten am Dienstag, 1. September. Es sollen 400 Meter Streckennetz dazukommen.

Über das erweiterte Netz sollen künftig mehr Haushalte sowie öffentliche Einrichtungen angeschlossen werden können. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

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Über das erweiterte Netz sollen künftig mehr Haushalte sowie öffentliche Einrichtungen angeschlossen werden können. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

Die Bagger stehen bereits in den Startlöchern, denn morgen, 1. September, beginnen die Stadtwerke Rastatt an der Ecke Richard-Wagner-Ring mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes in der Plittersdorfer Straße. Auf dem 400 Meter langen Streckenabschnitt verlegt der lokale Energiedienstleister bis zum Ende des Jahres neue Wärmeleitungen und investiert rund 480.000 Euro. „Nahwärme ist der Schlüssel für mehr lokalen Klimaschutz“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Kaspryk. „Mit dem Ausbau dieser emissionsarmen und effizienten Technologie treiben wir die lokale Wärmewende voran und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des städtischen Klimaschutzkonzepts.“

Die neuen Leitungen sind noch ausbaufähig

Es werden zwei Wohnhäuser, Platanenstraße 1 von der Gartenstadt und Plittersdorfer Straße 3, mit Wärme versorgt. Neben der Baugenossenschaft gehört die Wohnungseigentümergemeinschaft Plittersdorfer Straße 3 zu den ersten, die über die neuen Leitungen mit Nahwärme versorgt werden und so auch ihr Warmwasser erzeugen. Die Gartenstadt Rastatt hat bereits mehrere Immobilien ans Rastatter Wärmenetz angeschlossen. Die neue Wärmeleitung sei so dimensioniert, dass es möglich ist, künftig auch die Freiwillige Feuerwehr Rastatt und den Sitz des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes zu versorgen. Auch sei sie so ausgelegt, dass eine Heizzentrale integriert werden könne, zum Beispiel eine Holzhackschnitzel-Anlage, so die Stadtwerke.

Die Wärme entsteht auf dem Werksgelände der Stadtwerke. In der dortigen Heizzentrale erzeugt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mittels Kraft-Wärme-Kopplung Wärme und Strom gleichzeitig. Die Energiegewinnung sei hocheffizient, und der Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen sei minimal, heißt es weiter. Das BHKW liefert in Kombination mit einer modernen Wärmepumpe eine Leistung von 1 450 Kilowatt.

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Erstellt:
31. August 2020, 16:30 Uhr
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