SPD-Ortsverein fordert Postfiliale in Muggensturm

Muggensturm (red) – Seit Beginn der Corona-Krise ist der Paketshop der Post in Muggensturm geschlossen. Dies sei nicht akzeptabel, schreibt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Peter Schneider in einer Mitteilung.

Peter Schneider kritisiert im Namen des SPD-Ortsvereins die Schließung der Postfiliale. Foto: pr

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Peter Schneider kritisiert im Namen des SPD-Ortsvereins die Schließung der Postfiliale. Foto: pr

Seit der Privatisierung der Post sei das Angebot im Ort „systematisch ausgedünnt“ worden. Schon vor der Corona-Krise wurden die Öffnungszeiten der Filiale in der Hauptstraße verkürzt.

Der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat und Kreisrat Walter Jüngling berichtete über Beschwerden von Postkunden, die in den Filialen Kuppenheim, Durmersheim und Malsch nach ihren Postsendungen suchen mussten. „Ein unhaltbarer Zustand“, kritisiert Jüngling. Die Versorgung von Post- und Paketdienstleistungen gehöre zur Grundversorgung und dürfe nicht ausschließlich nach Renditegesichtspunkten betrieben werden.

Personalmangel als Grund „nicht akzeptabel“

Nach den Aushängen an der Eingangstür der Postfiliale wird Personalmangel als Grund für die Schließung angegeben. Nach Auffassung der SPD ist dies „nicht akzeptabel, da es in der alleinigen Organisationsverantwortung des Betreibers liegt, die Versorgung in Muggensturm sicherzustellen“, so die Mitteilung weiter. Wenn dies nicht funktioniere, müsse die Post selbst die Versorgung sicherstellen.

Gerade in Corona-Zeiten sei es existenziell wichtig, dass die Kunden auf kurzem Wege ohne unnötige Kontakte ihre Postdienstleistungen erhielten: „Gerade ältere Kunden, die bei der Postbank ihr Konto eingerichtet haben, sind nunmehr völlig aufgeschmissen“, heißt es. Der SPD-Ortsverein hat zudem Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek um Unterstützung gebeten.

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Erstellt:
22. April 2020, 15:30 Uhr
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