Schäfer und Schafe wie vom Erdboden verschluckt

Ötigheim (fuv) – Plötzlich verschwunden waren am Samstagmorgen die 800 Schafe samt Schäfer, die in den vergangenen drei Wochen bei Ötigheim unterwegs waren und für Ärger gesorgt hatten, weil sie Äcker abfraßen und Obstbäume beschädigten. Bei der geplanten Umsiedlungsaktion, die die Gemeinde in Kooperation mit Revierförster und Landwirtschaftsamt veranlasst hatte, fiel damit aus. Wohin Schäfer und Schafe verschwunden sind, ist unklar.

•Allein auf weiter Flur: Bürgermeister Frank Kiefer (rechts) und Hauptamtsleiter Patric Kohm (links) mit ihren Söhnen sowie Revierförster Willi Renkert. Foto: Vetter

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•Allein auf weiter Flur: Bürgermeister Frank Kiefer (rechts) und Hauptamtsleiter Patric Kohm (links) mit ihren Söhnen sowie Revierförster Willi Renkert. Foto: Vetter

Von Frank Vetter

Bürgermeister Frank Kiefer scherzte vom „Ötigheimer Schafsrätsel“. Manch einer dachte an den Schafskrimi „Glennkill“. Am Samstag sollte die Schafherde, die während der vergangenen drei Wochen auf Flächen entlang der Straße zwischen Rastatt und Steinmauern weidete, auf ein neues Areal geleitet werden. Indes: Die rund 800 Schafe samt Schäfer waren verschwunden.
Die Herde hatte nicht nur für ein idyllisches Bild gesorgt, sondern auch für Beschwerden von Landwirten über angerichtete Schäden (das BT berichtete). Um die ungute Situation zu bereinigen, hatte Bürgermeister Kiefer am Freitag zu einem Treffen von Behörden – unter anderem Landwirtschafts- und Veterinäramt des Landkreises – eingeladen. Anschließend war mit dem Schäfer, der aus dem Esslinger Raum stammt, vereinbart worden, die Tiere für eine Übergangszeit auf ein etwa vier Hektar großes Areal zwischen B36 und der Tunnelbaustelle zu treiben. Von dort sollte die Herde dann zu einem neuen Standort, einem Truppenübungsplatz bei Pfullendorf, transportiert werden. Die Triebwege zum Ausweichareal seien besprochen worden und für den Samstagvormittag der Treck vereinbart, informierte Kiefer beim Vor-Ort-Termin am Samstag.

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Erstellt:
18. Mai 2020, 11:23 Uhr
Lesedauer:
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