Schritt für Schritt zur Normalität

Rastatt (red) – Das Benz-Werk Rastatt hat nach einer Phase der Arbeitsunterbrechung und Kurzarbeit in Folge der Covid-19-Pandemie erfolgreich die Produktion wieder aufgenommen, teilt der Konzern mit. Schrittweise werde man nun den Betrieb hochfahren.

Für die Sicherheit der Mitarbeiter wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das auch Mundschutz beinhaltet. Foto: Daimler AG

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Für die Sicherheit der Mitarbeiter wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das auch Mundschutz beinhaltet. Foto: Daimler AG

Zunächst seien am 20. April die Motoren- und Komponenten-Werke in Untertürkheim, Hamburg und Berlin, dann die Pkw-Werke Bremen und Sindelfingen sowie internationale Pkw-Werke angelaufen. Am 4. Mai hat das Benz-Werk Rastatt schrittweise mit dem Produktionsanlauf begonnen (wir berichteten). „Der Hochlauf wird flexibel gestaltet, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können und erfolgt zunächst im Ein-Schicht-Betrieb“, heißt es in der Pressemitteilung.

Zum Schutz der Mitarbeiter vor einer Ansteckung durch das Corona-Virus hat das Unternehmen umfassende Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen und ein Maßnahmenpaket mit dem Betriebsrat vereinbart. Dazu gehören unter anderem erhöhte Hygiene- und Reinigungsstandards, Regelungen zum Mindestabstand von 1,50 Metern und der Einsatz von Mund-Nasen-Masken.

„Wir fahren unsere Produktion sukzessive und flexibel wieder hoch. Darüber freuen die gesamte Mannschaft und ich uns sehr“, meint Thomas Geier, Standortverantwortlicher des Rastatter Werks. Schritt für Schritt steigere man nun die Produktionskapazitäten der Kompaktwagen. Dabei gehe es auch um den Produktionshochlauf mehrerer Plug-in-Hybridvarianten. Geiers Einschätzung nach hat der Anlauf in der vergangenen Woche „sehr gut funktioniert“, was auch das Ergebnis „einer umfassenden und präzisen Vorbereitung“ gewesen sei, die man gemeinsam mit dem Betriebsrat gestemmt habe. Die Schichten für die insgesamt 6500 in Rastatt beschäftigten Mitarbeiter sollen nun schrittweise hochgefahren werden.

Schutzmaßnahmen umgesetzt

Murat Sür, Betriebsratsvorsitzender des Rastatter Werks, betont, dass es „erste Priorität“ sei, dass sich die Mannschaft „im Werk und bei der Arbeit sicher fühlt“. Man habe in kürzester Zeit umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Die Wiederaufnahme der Produktion sei für die Belegschaft ein positives Signal, auch wenn die vielen Maßnahmen noch ungewohnt seien: „Das ist natürlich ein Lernprozess und wir begleiten unsere Kollegen auch weiterhin. Bislang sind die Reaktionen überwiegend positiv“, berichtet Sür. Das Mercedes-Benz-Werk Rastatt fungiert als Leadwerk in der Produktion der Kompaktwagen: Im vergangenen Jahr war jeder vierte verkaufte Mercedes weltweit ein Kompaktwagen. In Rastatt werden die A-Klasse-Limousine, die A- und B-Klasse sowie der kompakte SUV GLA gebaut. Seit diesem Jahr laufen hier auch die Plug-in-Hybrid-Varianten der A- und B-Klasse vom Band. Die kompakten Plug-in-Hybride werden auf derselben Linie gebaut wie die Modelle mit konventionellem Antrieb. Entsprechend kann die Produktion von Fahrzeugen unterschiedlicher Antriebsarten flexibel und effizient angepasst werden. Mit dem Wiederanlauf der Produktion treibt Mercedes-Benz seine Produkt- und Elektrooffensive weiter voran. „In Rastatt sollen künftig auch kompakte Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ vom Band laufen“, schreibt der Konzern.

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Erstellt:
11. Mai 2020, 09:24 Uhr
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