Sexuelle Gewalt an Kindern: Rastatter Beratungsstelle vor Existenzfrage

Rastatt (sl) – Seit 25 Jahren leistet der Verein Feuervogel vorbeugende Arbeit und hilft Betroffenen. Jetzt braucht er selbst Unterstützung.

Viel besser als vor 20 Jahren wissen die Fachleute heute, wie sie Kinder schützen können. Doch dazu ist auch das passende Personal notwendig. Foto: Patrick Pleul/dpa

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Viel besser als vor 20 Jahren wissen die Fachleute heute, wie sie Kinder schützen können. Doch dazu ist auch das passende Personal notwendig. Foto: Patrick Pleul/dpa

Von Sebastian Linkenheil

Erschütternde Fälle mutmaßlichen Kindesmissbrauchs in der Region haben jüngst wieder bewusst gemacht, wie wichtig Prävention sexualisierter Gewalt und die professionelle Beratung Betroffener auch bei uns sind. Beides leistet seit 25 Jahren der Rastatter Verein Feuervogel. Doch jetzt braucht der Verein selbst Hilfe. Die Fachberatung steht vor der Existenzfrage. Eine Zukunftswerkstatt mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft diese Woche hat noch keine abschließende Lösung gebracht.
Die Stadt Rastatt fördert den Verein mit 10.500 Euro jährlichem Betriebskostenzuschuss. Der Landkreis legte bisher jährlich 400 Euro dazu, seit 2020 sind es 5.000 Euro. „Damit ist die Infrastruktur finanziert, nicht aber die professionelle Arbeit in einer spezialisierten Fachberatungsstelle“, macht Ulrike Fritsch im BT-Gespräch deutlich. Die Sozialpädagogin leistet in einer 50-Prozentstelle die für die Nutzer kostenlose Beratung zusammen mit ihrer Kollegin Sabine Döhring, die auf 450-Euro-Basis beschäftigt ist – geringfügig, wie man das so nennt. In diesem Zusammenhang ein unpassender Begriff.

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Erstellt:
28. November 2020, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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