Stadt spannt weiteren Schutzschirm über das Zay

Rastatt (ema) – Die Stadt Rastatt wirft weiter ein kritisches Auge auf das Zay. Der Stadtteil-Charakter mit viel Grün soll bewahrt werden.

Dieses Haus in der Sibyllenstraße soll einem Neubau weichen. Die Stadtverwaltung will das verhindern und den Charakter des Gebiets bewahren. Foto: Mauderer

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Dieses Haus in der Sibyllenstraße soll einem Neubau weichen. Die Stadtverwaltung will das verhindern und den Charakter des Gebiets bewahren. Foto: Mauderer

Von Egbert Mauderer

Die Stadt unternimmt einen weiteren Vorstoß, um den städtebaulichen Charakter des Zay zu schützen. Der Gemeinderat brachte bei vier Gegenstimmen und vier Enthaltungen den Bebauungsplan „Sibyllenstraße“ auf den Weg und erließ gleichzeitig eine Veränderungssperre, um nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.
Auslöser des Schrittes zur städtebaulichen Steuerung ist eine Zunahme an Baugenehmigungen in dem Gebiet, was nach Beobachtung der Stadtplanung einen erhöhten Nutzungsdruck auf bisher unbebaute Freiflächen befürchten lässt. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat jetzt eine Bauvoranfrage, die den Abbruch eines Wohnhauses in der Sibyllenstraße vorsieht, das zwei Wohngebäuden mit drei Vollgeschossen, Flachdach und Tiefgarage weichen soll – mit der Folge, dass wesentliche Teile der Hausgärten zwischen Gartenstraße und Sibyllenstraße geopfert werden müssten. Das Problem: Es existiert kein Bebauungsplan. Um die Entwicklung nicht den freien Kräften des Baugesetzbuchs zu überlassen, das in solchen Fällen eine Orientierung an der Umgebungsbebauung auferlegt, hat sich die Verwaltung zur Grätsche entschlossen.

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