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Freier Eintritt ins Stadtmuseum Rastatt

Rastatt (red) – Das Stadtmuseum Rastatt feiert Geburtstag, aber das Geschenk bekommen die Besucher.

Das Kinderbildnis der Rastatter Familie Herpp ist eines der Lieblingsstücke von Museumsleiterin Iris Baumgärtner. Foto: Sebastian Linkenheil

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Das Kinderbildnis der Rastatter Familie Herpp ist eines der Lieblingsstücke von Museumsleiterin Iris Baumgärtner. Foto: Sebastian Linkenheil

Es war das erste und ist das älteste Museum in Rastatt: das Rastatter Stadtmuseum in der Herrenstraße 11. In diesem Jahr feiert es seinen 125. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums können Bürger und Touristen ab sofort das 1895 gegründete Museum bis Jahresende bei freiem Eintritt besuchen. Auf ein umfassendes Jubiläumsprogramm muss das Stadtmuseum coronabedingt aber vorerst verzichten, informiert das Rathaus.

Stadtmuseum erlebt viele Umzüge

Ende des 19. Jahrhunderts sind in vielen Städten Archive und Museen ins Leben gerufen worden. Dazu beigetragen haben die Badische Historische Kommission, die ab 1885 im Großherzogtum Baden aktiv war, und Eduard Degler. Der Architekt und Bauunternehmer beschäftigte sich mit dem Abriss der Festung und der Neuplanung Rastatts. Für die Bürger war es genau jene Entfestigung, die in ihnen den Wunsch nach einer städtischen Einrichtung heranwachsen ließ, in der die Stadtgeschichte bewahrt wird.

Nachdem die ersten Sammelobjekte zunächst im Rathaus sicher untergebracht worden waren, erlebte das Stadtmuseum viele Umzüge. Die Ausstellungsstücke wanderten in die Fruchthalle, von da aus in die Mädchenschule und schließlich nach dem Ersten Weltkrieg ins Schloss. Dieser Standort sollte das Stadtmuseum für Besucher attraktiver machen. Dort, in den Erdgeschossräumen des Südflügels, blieb es bis 1973.

Blick in die Urgeschichte geplant

Der damalige Stadtrat und ehrenamtliche Archivar Walter Ziegler setzte alles daran, dem damaligen Heimatmuseum ein eigenes Gebäude im sogenannten Vogel’schen Haus in der Herrenstraße 11 zu verschaffen, wo es sich seither auch befindet. 2004 wurde das Haus nochmals umfänglich saniert und die Sammlung neu präsentiert. In dieser Dauerausstellung zur Stadtgeschichte erfahren die Besucher viel Wissenswertes über Rastatts Geschichte der letzten 300 Jahre. Bis Jahresende ist geplant, die Dauerausstellung um einen weiteren Bereich zu ergänzen und dabei auf der Zeitschiene weit in die Vergangenheit zurückzugehen – bis in die Urgeschichte hinein. Besucher dürfen sich schon jetzt darauf freuen, die lange nicht mehr gezeigten Mammutzähne und die Funde aus der Frühzeit der Region zu entdecken (wir berichteten).

Seit der viel beachteten Revolutionsausstellung 1999 veranstaltete das Haus darüber hinaus zu wichtigen historischen Jubiläen besondere Ausstellungen. Unter anderem gab es Sonderausstellungen zur 300-jährigen Residenzzeit im Jahr 2005, 2009 zum 925. Stadtjubiläum, 2014 über 300 Jahre Friede von Rastatt, 2017 über das Dörfel und 2018 zum Ende des Ersten Weltkriegs und zur Weimarer Republik.

Derzeit präsentiert das Stadtmuseum die Rastatter Künstlerin Marianne Gaiser und ihre mehr als 100 Werke. Beim Malen konzentrierte sich Gaiser auf Landschaften und Stillleben. Zu sehen sind darüber hinaus ihre baukeramischen Arbeiten und ihre Entwürfe für Glasfenster.

Die Ausstellung wird bis 4. Oktober verlängert. Führungen für kleine Gruppen sind telefonisch buchbar: (07222) 9728401.

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Erstellt:
26. Juni 2020, 15:36 Uhr
Lesedauer:
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