Streit unter Nachbarn: Wenn das Grundstück plötzlich zur „Badewanne“ wird

Rastatt (ema) – Ein Nachbarschaftsstreit im Ried wirft exemplarisch ein Schlaglicht auf die Frage, wie städtebaulich in Zeiten des Klimawandels und der Zunahme starker Regengüsse reagiert wird.

Blick vom versiegelten Parkplatz auf den 1,50 Meter tiefer gelegenen Garten: Die Hauseigentümer fürchten, dass von zwei Seiten das Wasser vom aufgeschütteten Gelände auf das Grundstück und ins Haus dringen kann. Foto: Egbert Mauderer

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Blick vom versiegelten Parkplatz auf den 1,50 Meter tiefer gelegenen Garten: Die Hauseigentümer fürchten, dass von zwei Seiten das Wasser vom aufgeschütteten Gelände auf das Grundstück und ins Haus dringen kann. Foto: Egbert Mauderer

Von BT-Redakteur Egbert Mauderer

Wenn Sabine Wörle in ihrem Garten zwischen Felchenstraße und An der Untereich steht, kann es sein, dass ihr in Kopfhöhe Autoabgase von einem angrenzenden Parkplatz entgegen blasen. Das ist jedoch noch ihre geringste Sorge: Im Zuge von Neubauten auf ehemaligen Grünflächen neben ihrem Haus liegt das eigene Grundstück plötzlich anderthalb Meter unter dem Niveau der Nachbarbebauung. Auf der einen Seite hat ein Häuslebauer in den vergangenen zwei Jahren sein Grundstück so hoch aufgeschüttet, dass sich die Wörles plötzlich in der Versenkung wiederfinden. Auf der anderen Seite im rückwärtigen Bereich des Gartens zog ein anderer Angrenzer nach – mit der Aufschüttung und gleichzeitigen Schaffung eines versiegelten Parkplatzes, um weiter eine Zufahrt zu gewährleisten.

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