„Tun alles, was wir können“

Rastatt (dm) – Die Stadtwerke haben es geschafft, den PFC-Wert im Förcher Trinkwasser unter den vorsorglichen Maßnahmenwert zu senken und Entwarnung zu geben. Dabei will man es aber nicht belassen, sondern weitere Maßnahmen ergreifen, um eine künftige einwandfreie Versorgung sicherzustellen.

Für Förch soll die gleiche Wasserqualität wie im restlichen Rastatt garantiert werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa

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Für Förch soll die gleiche Wasserqualität wie im restlichen Rastatt garantiert werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Von Daniel Melcher

Die Förcher können aufatmen und allesamt „wieder aus ihrem Wasserhahn trinken“, wie Rastatts Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk beim Bürgerinformationsabend am Donnerstag in der Festhalle betonte. Der vom Bundesumweltamt auf 0,05 Mikrogramm pro Liter gesenkte vorsorgliche Maßnahmewert für Verunreinigung mit den PFC-Stoffen PFOA und PFOS hinsichtlich empfindlicher Personen wie Schwangere oder Babys liege jetzt konstant bei 0,021. Gleichwohl wollen es die Wasserversorger nicht bei der jetzigen Situation belassen, sondern weitere Maßnahmen ergreifen, um eine künftige einwandfreie Versorgung sicherzustellen.
Geplant ist hierfür unter anderem der Bau einer Wasserleitung von Niederbühl aus in den Ortsteil, um dessen Inselsituation zu beenden – aktuell kommt das Förcher Trinkwasser ausschließlich aus dem örtlichen Werk, das die Stadtwerke für den Wasserversorgungsverband Vorderes Murgtal betreiben. Künftig soll der Ort also ans Rastatter Trinkwassernetz angeschlossen werden.

Neues Mischungsverhältnis

Derzeit bekomme man die Unterschreitung des vorsorglichen Maßnahmenwerts mit einem neuen Mischungsverhältnis hin, wie Stadtwerke-Abteilungsleiter Michael Koch erläuterte.

Regelmäßig, das heißt alle sechs Wochen, werde die Einhaltung der Werte überprüft. Parallel ist der Einbau von Formteilen vorgesehen, die es ermöglichen, zur Not eine Aktivkohlefilteranlage des Technischen Hilfswerks anzuschließen. Zumindest an Werktagen könnte diese dann im Bedarfsfall innerhalb von 24 Stunden angeliefert und angeschlossen werden. Darüber hinaus folgt der Leitungsbau von Niederbühl: Die Planung soll in diesem Jahr auf den Weg gebracht und der Anschluss an das Wasser der Werke Ottersdorf und Rauental dann bis Mitte 2021 sichergestellt werden. „Wir tun alles, was wir können“, so Kaspryks Botschaft,

Ob Förch komplett über die neue Leitung versorgt und das örtliche Werk außer Betrieb genommen werden soll, oder ob nur Beimischwasser aus der neuen Leitung kommt, sind zwei der Varianten, die dabei untersucht werden. Das Ergebnis soll dasselbe sein, wie betont wurde: In Förch soll die gleiche Wasserqualität wie im restlichen Rastatt garantiert werden.

Der komplette Beitrag erscheint in der Samstagsausgabe sowie (ab 4 Uhr) im E-Paper.

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Erstellt:
14. Februar 2020, 16:30 Uhr
Lesedauer:
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