Verblüffend nah am Original

Rastatt (of) – Mit der nach eigener Aussage „weltweit größten AC/DC-Tribute-Show“ gastierte die fünfköpfige Formation „We Salut You“ mit Ex-Barock-Frontmann Grant Foster in der Badner Halle.

Gitarrist Nick Young auf der Rampe vor der glücklichen Rastatter Fangemeinde in der Badner Halle. Foto: Of

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Gitarrist Nick Young auf der Rampe vor der glücklichen Rastatter Fangemeinde in der Badner Halle. Foto: Of

Von Hans-Joachim Of

Mit der nach eigener Aussage „weltweit größten AC/DC-Tribute-Show“ gastierte die fünfköpfige Formation „We Salut You“ mit Ex-Barock-Frontmann Grant Foster in der gut besuchten Badner Halle Rastatt und ließ nach intensiven, schweißtreibenden 22 Songs in 150 Minuten keinen Stein auf dem anderen. Tatsache ist, dass diese Coverband mit ihrer aufwendigen und authentischen Show der australischen Rocklegende sehr nahe kommt und stetig neue Maßstäbe setzt. Vier der fünf wilden Musiker waren bis vor einiger Zeit noch im Line-up der ebenfalls erfolgreichen AC/DC-Tribute-Band „Barock“, darunter auch Leadsänger Grant Foster aus London sowie das junge, 20-jährige Gitarrengenie Nick Young. Mit den AC/DC-Enthusiasten Wolf „Baba“ Hail am Bass, Kili Locke an der Rhythmusgitarre und Drummer Erwin Rieder an der Schießbude ist die Kapelle bestens besetzt.

Seit Kindheitstagen mit Idolen beschäftigt

Alle fünf Rocker beschäftigen sich seit Kindheitstagen, so heißt es im Bandlager, mit dem Sound und der Performance ihrer Idole und standen auch bei einigen Gigs mit ihnen auf der Bühne. Logisch, dass Welthits wie „Highway to Hell“, „Thunderstruck“, „TNT“ oder „Back in Black“ von der glücklichen Rastatter Fangemeinde, darunter einige mit beleuchteten Teufelshörnern, vor der Bühne lautstark mitgesungen werden. Einer von vielen Eyecatchern ist das tolle Bühnenbild mit sage und schreibe 21 Kanonen, einer überdimensionalen und originalgetreuen Höllenglocke Hell’s Bell an der Hallendecke, einer beeindruckenden Marshall-Backline mit zwei Dutzend Boxen sowie einer gigantischen Licht- und Tonanlage. Dabei wird in jeder Sekunde spürbar, dass die Jungs auf der Bühne mit jedem Song den Nerv der Anhänger an der richtigen Stelle treffen und die Töne ohne Umwege direkt in die Magengrube einfahren. Ständig schalten sie ohne Umschweife, unterstützt durch Blitz und Donnergetöse, vom Wechselstrom in den Gleichstrom-Modus, wobei es nur eine Richtung gibt, nämlich vorwärts. Saitenzauberer Nick Young hüpft in Schuluniform auf der Bühne wie Rumpelstilzchen und steht seinem großen Vorbild Angus Young (der Name ist reiner Zufall) in Nichts nach. Auf der vorgezogenen Bühnenrampe kreiert er die abenteuerlichsten Licks, die mit offenen Mündern bestaunt werden.

Die Band bezieht zudem das Publikum in die Show ein – und die Fans klatschen sich die Finger wund. Mit „Dirty Deeds“, „Sink the Pink“ und „You shook me“ geht es – für manche Konzertbesucher viel zu schnell – auf die Zielgerade und die Gruppe (die in einem Jahr an gleicher Stelle bereits das nächste Konzert angekündigt hat) muss natürlich eine stürmisch geforderte Zugaberunde, darunter das unverwüstlich „Whole Lotta Rosie“, spielen.

Nur glückliche Gesichter

Als der allerletzte Ton verklungen ist, gibt es im weiten Rund nur lachende, glückliche Gesichter, die zu später Stunde auf dem Nachhauseweg bestimmt den Knaller „You shock me all Night long“ lautstark gesungen haben. Fazit eines nachhaltigen Konzertereignisses: „Let there be Rock“.

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Erstellt:
3. Februar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 26sec

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