Verunsicherung bei Belegschaft groß

Rastatt (mak) – Die geplanten Umstrukturierungen bei Getinge, die bis Ende 2022 abgeschlossen sein sollen, verunsichern die rund 1.400 Beschäftigten am Standort Rastatt.

Bei Getinge in Rastatt sucht man Einsparpotenzial. Wie sich dies auf die Arbeitsplätze auswirkt, ist noch unklar. Foto: Archiv

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Bei Getinge in Rastatt sucht man Einsparpotenzial. Wie sich dies auf die Arbeitsplätze auswirkt, ist noch unklar. Foto: Archiv

Von Markus Koch

„Die Belegschaft ist sehr verunsichert“, urteilt die Getinge-Betriebsratsvorsitzende Ute Wasilowicz über die Reaktion der Beschäftigten, nachdem diese vergangenen Mittwoch von dem umfassenden Umstrukturierungsprogramm „Rastatt ’22“ erfahren hatten. Die Geschäftsführung beabsichtige, Einsparungen zu erzielen, und habe einen „Katalog an Wünschen“ vorgelegt, so Wasilowicz. Die Höhe des angestrebten Einsparvolumens sei vertraulich, erläutert sie auf BT-Anfrage. Wie berichtet, möchte die Geschäftsführung die Wettbewerbsfähigkeit des Rastatter Standorts, an dem rund 1.400 Menschen arbeiten, sichern und die Geschäftstätigkeiten auf Operationstische und Herz-Lungen-Maschinen konzentrieren. Der Bereich Getinge Hospital Solutions, bei dem im Herbst 46 Arbeitsplätze auf dem Spiel standen, ist bereits abgewickelt. „Wir haben im Dezember einen Sozialplan und einen Interessensausgleich vereinbart, 13 Arbeitsplätze konnten wir erhalten“, berichtet Wasilowicz. Im Bereich der Entwicklung seien im Vorjahr 22 Arbeitsplätze abgebaut worden. Hoffnung auf neue Arbeitsplätze im Rahmen der Neustrukturierung macht sie sich nicht. Bereits seit vielen Jahren werde niemand, der weggehe, ersetzt. Wie viele Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem nun gestarteten Umstrukturierungsprogramm wegfallen, lasse sich noch nicht beziffern: „Wir stehen noch ganz am Anfang, wir müssen jetzt erst einmal mit den finanziellen Aspekten in die Tiefe gehen“, verdeutlicht die Betriebsratsvorsitzende. An den regelmäßigen Gesprächen mit der Geschäftsführung, die nun anstehen, seien auch Vertreter der IG Metall und des Arbeitgeberverbands beteiligt. „Der Plan soll bis zum Sommer stehen. Ob wir das schaffen, muss man sehen.“

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Erstellt:
16. Februar 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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