Vitale Rotbuche muss für Neubau bluten

Rastatt (ema) – Die Fällung einer vitalen Blutbuche löst bei Anwohnern in der Bismarckstraße Zorn aus. Die Stadt lässt dort jetzt eine Nachverdichtung zu.

Hier stand die Blutbuche (Pfeil) neben dem alten Forstamt noch in voller Pracht. Jetzt ist ein Neubau geplant. Foto: Willi Walter

© wiwa

Hier stand die Blutbuche (Pfeil) neben dem alten Forstamt noch in voller Pracht. Jetzt ist ein Neubau geplant. Foto: Willi Walter

Von Egbert Mauderer

Aus seiner Entrüstung macht Dr. Gerald Fuchs keinen Hehl. „Ich kapier das einfach nicht. Da werden vollendete Tatsachen geschaffen“, zürnt der Zahnarzt über die Fällung einer prächtigen Rotbuche in der Bismarckstraße, eines Baums, der wegen seiner kräftig roten Blätter auch Blutbuche genannt wird. Die Aktion dort sorgt für Unmut – und markiert zugleich eine städteplanerische Neuorientierung. Denn im Umfeld des ehemaligen staatlichen Forstamts darf nun doch gebaut werden.
Die Befürchtung von Gerald Fuchs, dass die Fällung der Blutbuche einem Bauvorhaben vorausgeht, ist begründet. Die Stadtverwaltung, die nach eigenen Angaben von der Rodung keine Kenntnis hatte, sieht die Fällung im Zusammenhang mit dem geplanten Bau eines Einfamilienhauses auf dem Gelände, zu dem es seit April 2019 einen positiven Bauvorentscheid gibt.

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