Weltspartag zwischen Sein und Nichtsein

Rastatt (ema) – Die Sparkasse hält daran fest, die Volksbank verzichtet ab diesem Jahr: Der Weltspartag zwischen Sein und Nichtsein.

So ein Sparschwein kann schon Freude bereiten. Die kleine Belohnung anlässlich des Weltspartags gibt es aber nicht mehr bei der jeder Bank. Foto: Patrick Pleul

© Patrick Pleul

So ein Sparschwein kann schon Freude bereiten. Die kleine Belohnung anlässlich des Weltspartags gibt es aber nicht mehr bei der jeder Bank. Foto: Patrick Pleul

Von BT-Redakteur Egbert Mauderer

Luzia Hort ist ziemlich sauer. Wie all die Jahre zuvor wollte die Ötigheimerin mit ihren fünf Enkelkindern zu ihrer Volksbank, um anlässlich des Weltspartags Ende Oktober die Sparschweine zu „schlachten“. Als ihr Ehemann sich gestern vorsichtshalber bei der Filiale in Rastatt erkundigte, ob das beliebte Ritual weiter möglich sei, kam die Auskunft: „Ersatzlos gestrichen.“ Der Weltspartag – ein Opfer der Bankenfusion. Die Voba will andere Wege gehen – der größte Mitbewerber hält dagegen an der Tradition fest.
Sparen – das ist in Null-Zins-Zeiten ein schwieriges Geschäft. Der Weltspartag, dessen Idee immerhin bis ins Jahr 1924 zurückreicht, hat trotzdem wackere Überlebenskräfte entwickelt. Bei der Volksbank Karlsruhe/Baden-Baden indes ist speziell dieser Traditionstag der letzten Oktoberwoche ausgestorben, wie wohl nicht nur die Horts feststellen mussten. Noch im vergangenen Jahr war die Ötigheimer Familie eigens nach Rastatt gefahren, um die Sparschweine leeren zu lassen und die üblichen kleinen Geschenke zur Belohnung in Empfang zu nehmen. All die Jahre zuvor konnte man noch die Ötigheimer Filiale aufsuchen – doch die existiert inzwischen nicht mehr.

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