Wilde Müllablagerungen in Rastatt nehmen zu

Rastatt (red) – Pizzakartons auf dem Murgdamm, Möbel auf dem Gehweg oder auch ein Kühlschrank am Waldrand: In den vergangenen Wochen hat die wilde Müllablagerung in Rastatt deutlich zugenommen.

Einen illegal entsorgten Kühlschrank hat eine Spaziergängerin zwischen Rastatt und Sandweier entdeckt. Foto: Stadt Rastatt

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Einen illegal entsorgten Kühlschrank hat eine Spaziergängerin zwischen Rastatt und Sandweier entdeckt. Foto: Stadt Rastatt

Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe „haben alle Mühe, dem Müll zeitnah Herr zu werden“, heißt es in einer Mitteilung der Rastatter Stadtverwaltung. Sie appelliert deshalb an die Bürger, die Angebote des Landkreises Rastatt und der Stadt zur Entsorgung von Sperrmüll, Gartenabfällen und von Elektroschrott zu nutzen.

Allein in der vergangenen Woche haben Einwohner der Barockstadt über den städtischen Mängelmelder knapp 20 Orte angegeben, an denen Müll unerlaubt entsorgt wurde. Unter anderem hatte eine Spaziergängerin im Wald zwischen Rastatt und Sandweier einen von Schimmel befallenen Kühlschrank entdeckt und ihren Fund der Stadt gemeldet, schreibt die städtische Pressestelle. Das Landratsamt, das in diesem Fall für den Abtransport des Elektroschrotts zuständig ist, wird nun nach dem Verursacher fahnden.

Verursachern drohen saftige Strafen

In anderen Fällen schreitet das städtische Ordnungsamt ein. Wird der Verursacher erwischt, droht ihm eine Geldstraße von bis zu 2.500 Euro. Die Stadt macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die illegale Abfallentsorgung kein Kavaliersdelikt, sondern eine handfeste Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat sei, die in vielen Fällen nicht nur unschön, sondern auch umwelt- und gesundheitsgefährdend ist.

Rastatter, die ihre Gartenabfälle entsorgen wollen, können diese zu den Reisigplätzen im Stadtkern am Klärwerk in der Klärwerkstraße bringen sowie zu den Plätzen in Rauental, Ottersdorf, Plittersdorf, Niederbühl und Wintersdorf. In Rastatt können außerdem kostenlos Elektrogeräte in der Elektroschrottannahmestelle auf dem Gelände der Stadtgärtnerei in der Oberwaldstraße 40 abgegeben werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie gilt derzeit: Wer Grünschnitt oder Elektroschrott entsorgen will, muss Mund-Nasen-Schutz tragen, ansonsten darf er nicht aufs Gelände. Auch gelten weiterhin die Abstandsregelungen von 1,50 Metern. Die Entsorgung von Sperrmüll übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Er wird nicht zu festen Terminen abgeholt, sondern bei Bedarf. Zentrale Annahmestelle für Wertstoffe und Abfälle im Landkreis ist die Entsorgungsanlage „Hintere Dollert“ in Gaggenau-Oberweier.

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Erstellt:
7. November 2020, 14:00 Uhr
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