Auftakt mit Schwung: Philharmonie in reduzierter Spielstärke

Baden-Baden (cl) – Tänzerisches unter Corona-Regeln: Die Philharmonie Baden-Baden hat zum Saison-Auftakt mit Dirigent Baleff Werke von Haydn, Strawinsky und de Falla gespielt, ein Spaß fürs Publikum.

Die Baden-Badener Philharmonie – hier noch bei der Probe – hat am Wochenende nach langer Zeit wieder in einer relativ großen Besetzung zwei Konzerte gegeben.  Foto: Anna Strobel/Archiv

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Die Baden-Badener Philharmonie – hier noch bei der Probe – hat am Wochenende nach langer Zeit wieder in einer relativ großen Besetzung zwei Konzerte gegeben. Foto: Anna Strobel/Archiv

Von Christiane Lenhardt

Tänzerisch-Leichtes aus zwei Jahrhunderten hat die Philharmonie Baden-Baden unter ihrem Chefdirigenten Pavel Baleff für ihr erstes größeres Konzert im von Corona beherrschten Kulturbetrieb geboten: ein perfektes Programm mit Joseph Haydns Sinfonie Nummer 83 mit dem heiteren ersten Satz, auch „La Poule“, nicht ganz fein „Das Huhn“ genannt, mit zwei Ballett-Suiten von Igor Strawinsky und Manuel de Falla – von der Menuett-Kapriziose, zur komödiantischen Ausgelassenheit bis zum verführerischen Fandango.
„Wir freuen uns alle, dass wir wieder als Orchester agieren dürfen. Wir haben das Programm auch mit Wünschen der Kollegen zusammengestellt. Es ist einfach nur ein schwungvolles Programm mit drei Komponisten, die wirklich viel zu bieten haben, einerseits für die Orchesterkultur und für unsere Orchesterhygiene, aber auch fürs Publikum“, erklärte Chefdirigent Pavel Baleff am Rande des „Philharmonischen Konzerts“ im BT-Gespräch.
Der Infektionsschutz stand bei der Philharmonie im Kurhaus über allem. Der Eintritt verlief durch eine Schleuse von der Kurhaus-Terrasse aus, kein Gedrängel wie üblich im Foyer vor dem Weinbrennersaal. Baden-Badens nobler Konzertsaal mit der rot-goldenen Kassettendecke war voll bestuhlt – aber höchstens zu einem Viertel besetzt, das gilt bei derzeitigen Maßstäben als „ausverkauft“. Für den erforderlichen Abstand waren ganze Stuhlfolgen verschnürt, ganze Sitzreihen gegeneinandergeschoben worden: ein Konzerterlebnis der besonderen Art, das den Besuchern, zumal den separat sitzenden Einzelbesuchern, den Eindruck von Exklusivität vermittelte. Zwischendurch irritierte ein wenig Hustenalarm.

Schwingende Membranwände zum Schutz

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Erstellt:
14. September 2020, 06:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 43sec

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