Alarm im Wald: Neues Borkenkäfer-Krisenjahr droht

Freiburg/Stuttgart (red) – Rekordverdächtig früh sind die Borkenkäfer in die Saison gestartet, was angesichts der stabilen Hochdruckwetterlage der vergangenen Wochen schon zu erwarten war. Seit 14 Tagen schwärmen die Buchdrucker und suchen sich frische Fichten. Jetzt schrillen – im übertragenen Sinne – in den Wäldern die Alarmglocken. Ein weiteres Krisenjahr droht.

Marvin Müller vom Forstamt Heidelberg bewässert junge Bäume auf einer Waldlichtung: Was vorher dort wuchs, musste aufgrund von Borkenkäferbefall gefällt werden. Foto: Anspach/dpa

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Marvin Müller vom Forstamt Heidelberg bewässert junge Bäume auf einer Waldlichtung: Was vorher dort wuchs, musste aufgrund von Borkenkäferbefall gefällt werden. Foto: Anspach/dpa

Von Volker Neuwald

Nach Angaben von Markus Kautz von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Freiburg war bereits die Ausgangssituation in diesem Jahr dreifach kritisch: Erstens überwinterte eine überdurchschnittlich hohe Käferpopulation aus dem vergangenen Jahr, die sich im milden Winter stadienübergreifend bis zur Ausflugreife entwickeln konnte und jetzt die Startlöcher verlassen hat. Sie stößt, zweitens, auf lokale Windwürfe und -brüche, die hauptsächlich vom Sturmtief „Sabine“ im Februar verursacht wurden. Die landesweit rund zwei Millionen Kubikmeter zusätzliches Schadholz konnten zum Teil noch nicht aufgearbeitet werden. Drittens kommt die seit Anfang April ungewöhnlich warme Witterung hinzu, die vielerorts die Schwärm- und Befallsaktivität sehr früh einsetzen ließ.

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Erstellt:
25. April 2020, 12:00 Uhr
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